Antonis Samaras
Stur - aber lernfähig

Er gilt als wenig charismatisch, geradezu sturköpfig - und kämpfte lange gegen das Sparprogramm. Nun ist ausgerechnet Antonis Samaras, Harvardabsolvent und Spross einer reichen Familie, die letzte Hoffnung der Europäer.
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AthenEs mutet wie ein Treppenwitz der Geschichte an, dass ausgerechnet ein Ministerpräsident Antonis Samaras die Griechen durch die schwerste Krise der Neuzeit führen soll. Denn der Sieger der Parlamentswahl vom Sonntag und Chef der konservativen Neue Demokratie muss jetzt das für die breiten Massen schmerzhafte Rettungsprogramm durchsetzen, gegen das er früher wie ein Radikal-Linker vom Schlage seines Rivalen Alexis Tsipras opponiert hatte. Es sei Wahnsinn, dass gerade eine konservative Partei die Menschen zum Protest gegen die Sparpolitik auf die Straße treibe, stöhnte einst der frühere CSU-Chef Edmund Stoiber über Samaras.

Er ist groß und schlank, und er besteht auf seiner Meinung. Manchmal solange, dass es kontraproduktiv wird. Samaras lenkt nur dann ein, wenn er sieht, dass es um die Zukunft seines Landes geht. Mehrfach musste der 61-Jährige deswegen in seiner politischen Laufbahn zurückstecken.

Als charismatisch gilt Samaras nicht. „Er kann die Massen nicht bewegen“, sagen seine Kritiker. Das ist zurzeit ein großer Nachteil, denn mit Alexis Tsipras von den radikalen Linken steht ihm ein geschickter Taktiker und guter Redner gegenüber.

Doch nun hat Samaras die zweite Parlamentswahl binnen sechs Wochen gewonnen. Er soll jetzt die neue Regierung bilden. Selbstbewusst verkündete der Vater zweier Kinder am Montag, er wolle sich als Regierungschef um Änderungen an den schmerzhaften Sparauflagen für sein seit Jahren in der Rezession steckendes Land bemühen.

Deutschland - in der Schuldenkrise seit langem ein rotes Tuch für viele Hellenen und am Freitag auch noch Viertelfinal-Gegner der Griechen bei der Fußball-Europameisterschaft - reagierte prompt: "Es ist jetzt nicht die Zeit für irgendwelche Rabatte", lehnte in Berlin ein Regierungssprecher Konzessionen ab. Es gelte, was vereinbart sei.

Samaras hatte sich voriges Jahr lange mit Händen und Füßen dagegen gesträubt, gemeinsam in einer Regierung mit den Erzrivalen von der sozialdemokratischen Pasok den riesigen Schuldenberg des Euro-Landes abzutragen. "Ich habe kein Verständnis, dass die griechische Opposition, die unserer europäischen Parteifamilie angehört, hier nicht mitmacht", schüttelte Unions-Fraktionschef Volker Kauder den Kopf über die Sturheit des Chefs der Schwesterpartei.

Es vergingen Monate, bis sich die Konservativen 2011 der Mehr-Parteien-Regierung unter dem früheren EZB-Vizepräsidenten Lukas Papademos anschlossen. Und es verstrich noch mehr Zeit, bis die Neue Demokratie schriftlich Ja zu dem milliardenschweren Rettungspaket sagte, das Griechenland mit den europäischen Partnern und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) vereinbart hatte.

Bis es so weit war, bedurfte es des mehr oder weniger sanften Drucks von Politgrößen wie EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso und Bundeskanzlerin Angela Merkel, den studierten Ökonomen zum Einlenken zu bewegen.

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Die Rückkehr an die Macht

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  • Es wird weiter gehen wie bisher.Die Schulden steigen weiter,die Wirtschaft (soweit überhaupt vorhanden) geht weiter bergab und die Bereitschaft von Regierung und Volk sich der Verantwortung zu stellen ist gleich Null.
    Griechenland ist unfähig und unwillig etwas zu ändern, warum auch? Man wird weiter und jetzt erst recht sich von der EU alimentieren lassen bis zum jüngsten Tag.
    Die EU hat gestern ihre Chance vertan, Griechenland aus dem Euro loszuwerden.Für den Euro, sicher kein guter Tag.Die Märkte werden ganz schnell realisieren, dass mit der gestrigen Wahl,die Probleme für den Euro nicht kleiner sondern größer wurden.Letztendlich wird der Euro scheitern und das ist gut so! Diese unselige,künstliche Missgeburt von Währung wird dort landen, wo sie hingehört, auf den Müllhaufen der Geschichte.Dumm nur, dass Deutschland und damit Generationen nach uns noch die Schulden abbezahlen werden. Die Lebensplanung unserer Kinder und Kindeskinder ist auf Generationen vertan.
    Dafür können wir uns jetzt bei unseren unfähigen Politikern bedanken.Aber wie ich die Masse der unterbelichteten Deutschen einschätze, werden sie bei den nächsten Wahlen, wieder die selben Parteien u.Politiker wählen.gez.walterwerner.artists.de

  • Die Griechen hatten ihre Chance, doch diese große Chance haben sie vertan, nun werden Sie von der EU weiter unter Druck gesetzt und kaputtgespart und wir dürfen es auch noch bezahlen.
    Nun bleibt es weiter ein korruptes Fass ohne Boden.
    Und der seit Jahren anhaltende Albtraum geht in die Verlängerung.
    Sie wollen nur nehmen und es kommt nie etwas zurück.
    Parasiten sind das. Das Wort kommt übrigens auch aus dem griechischen.

  • Schön das die EU und der Euro Griechenland Vorteile bieten aber welche Vorteile bietet Griechenland der EU und dem Euro ?

    Eine einseitige Beziehung zwischen zwei Lebewesen wird in der Tierwelt als Schmarotzertum bezeichnet.

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