Antwort auf geplanten Schutzschild
Russland testet neue Langstrecken-Rakete

Russland hat am Dienstag erfolgreich eine neue ballistische Interkontinental-Rakete getestet, die nach Angaben der Regierung jeden Schutzschild überwinden kann.

HB MOSKAU. Zugleich erneuerte Präsident Wladimir Putin seine Kritik an dem von den USA geplanten Abwehrsystem in Tschechien und Polen. Es sei schädlich und gefährlich, „Europa in ein Pulverfass zu verwandeln und mit neuen Waffen vollzustopfen“, warnte er in Moskau. „Das schafft neue und unnötige Risiken für das gesamte System internationaler und europäischer Beziehungen.“

Russische Militärexperten sagten, der Raketentest sei Putins Antwort auf den von ihm heftig kritisierten geplanten US-Raketenschild in Osteuropa. Die RS-24 wurde nach Angaben des Militärs um 12.20 Uhr MESZ im nordrussischen Plessezk abgefeuert. Weniger als eine Stunde später traf sie ihr Ziel auf dem mehrere tausende Kilometern entfernten Testgelände Kura, das auf der Pazifik-Halbinsel Kamtschatka nördlich von Japan liegt.

Die Rakete kann den Angaben nach mit bis zu zehn verschiedenen Sprengköpfen bestückt werden. Sie soll ältere Interkontinental-Raketen wie die RS-18 und die RS-20 ersetzen. Der erste stellvertretende Ministerpräsident Russlands, Sergej Iwanow, sagte der Nachrichtenagentur Itar-Tass, es gebe keinen Schutzschild und werde auch keinen geben, der die RS-24 abfangen könne. „Vom Standpunkt der Verteidigung und Sicherheit her können sich die Russen also sicher fühlen.“ Er fügte hinzu, dass auch eine neue Kurzstreckenrakete erfolgreich getestet worden sei.

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