Arnies Erfolgsstory
Vom Muskelmann über Hollywood in die Politik

Mit zwanzig Jahren wurde Arnold Schwarzenegger als bis dato jüngster Bodybuilder zum „Mister Universum“ gekürt. Und auch in Hollywood schaffte er es trotz Akzent blitzschnell nach oben. Als „Terminator“ sahnte er Millionen-Gagen ab, von denen andere in der Branche nur träumen.

HB/dpa LOS ANGELES. Und nun will der gebürtige Österreicher das höchste politische Amt in Kalifornien bekleiden. Am Mittwoch gab der 56-Jährige seine Kandidatur für den Gouverneursposten bekannt. Diese Erfolgsstory würde auch reichlich Stoff für einen Hollywood-Film liefern.

Am 30. Juli 1947 wurde der Polizistensohn in Graz geboren, wo er unter ärmlichen Verhältnissen aufwuchs. Ein Jahr nach seiner Krönung zum „Mister Universum“ wanderte er 1968 in die USA aus, wo er zunächst weiter seine Muskeln spielen ließ. Nach unzähligen Siegen zog er sich Mitte der 70er Jahre aus den Bodybuilding-Wettbewerben zurück und holte sich in Hollywood seine erste Filmtrophäe - den Golden Globe, den er als bester Neu-Schauspieler für seinen Auftritt in dem Streifen „Stay Hungry“ (1976) erhielt. Als „Conan, der Barbar“ wurde er 1982 weltweit bekannt. Als „Terminator“ katapultierte er drei Jahre später in Hollywoods Topriege. Doch der Muskelmann, seit 1983 amerikanischer Staatsbürger, wollte nicht nur als Killermaschine auftreten. In den Komödien „Twins“ und „Kindergarten Cop“ brachte er das Publikum auch zum Lachen.

Von einer schwierigen Herzoperation zur Korrektur eines angeborenen Klappenfehlers im Frühjahr 1997 erholte sich Schwarzenegger schnell und stand bald wieder als Action-Star vor der Kamera. Mit dem Thriller „Collateral Damage - Zeit der Vergeltung“ (2001) war er aber weder bei den Kritikern noch an den Kinokassen erfolgreich. Das änderte sich schlagartig mit „Terminator 3“, der am Startwochenende in den USA vor wenigen Wochen mehr als 44 Millionen Dollar einspielte, mehr als jeder andere Schwarzenegger-Streifen bei seiner Premiere.

Sein politisches Talent testete der Schauspieler im vergangenen Herbst als treibende Kraft hinter einer Gesetzesinitiative für die Betreuung von Schulkindern nach Unterrichtsende. Der vierfache Vater tourte durch Kalifornien und steckte eine Million Dollar aus eigener Tasche in die Kampagne. Die Wähler dankten es ihm und stimmten für das Gesetz.

Den wohl engsten Bezug zur Politik hatte Schwarzenegger aber bis jetzt seiner Ehefrau Maria Shriver zu verdanken. Seit 1986 ist der überzeugte Republikaner mit der Nichte des ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy verheiratet. Sie sei „die beste Ehefrau der Welt“, sagte der Gouverneurskandidat am Mittwoch. Sie würde „hundertprozentig“ hinter ihm und seiner Entscheidung stehen.

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