Arnold Schwarzenegger
Die Ära des Gouvernators ist vorbei

Vor 30 Jahren konnte der "Tag der Abrechnung" dem Terminator Arnold Schwarzenegger nichts anhaben. Rechnet man heute mit dem scheidenden Gouverneur ab, gibt es schlechte Noten. Seine zahlreichen Kritiker werfen ihm vor, Kalifornien an den Rand des Ruins getrieben zu haben.
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HB SACRAMENTO. Ein Action-Held gibt niemals auf. Das ist Arnold Schwarzeneggers Mantra, auch in den letzten Tagen seiner Amtszeit als Gouverneur von Kalifornien. Zwar gilt er in der Landeshauptstadt Sacramento längst als "Lame Duck", als lahme Ente, die politisch nichts mehr bewirken kann. Doch der frühere Muskelmann ist nicht zu bremsen. Er wolle den Bürgern Kaliforniens "bis zur letzten Sekunde" dienen, tönte er Anfang Dezember. "Ich habe immer gesagt, ich werde weitermachen und durch die Ziellinie laufen", bekräftigte der 63-jährige Republikaner.

Am 3. Januar gibt er das Zepter an seinen im November gewählten Nachfolger, den Demokraten Jerry Brown, ab. Schwarzenegger hinterlässt ihm eine Milliardenbürde, die selbst "Conan der Barbar" nicht stemmen könnte. Bei seinem Endspurt rief der gebürtige Österreicher jetzt noch einmal den Finanznotstand aus. Der scheidende Gouverneur schlägt drastische Einsparungen vor allem im Sozial- und Gesundheitsbereich in Höhe von sieben Milliarden Dollar vor. Im kommenden Finanzjahr, das im Juli beginnt, wird in Kalifornien ein Defizit von 19 Milliarden Dollar erwartet. In seinen sieben Amtsjahren musste der "Gouvernator" acht Mal eine Haushalts- Krisensitzung einberufen.

Er werde kräftig aufräumen, die Wirtschaft ankurbeln, Arbeitsplätze schaffen und das Milliardendefizit in der Haushaltskasse abbauen. Mit diesen Versprechen zog der Hollywoodstar 2003 in den Wahlkampf und "terminierte" den höchst unpopulären Demokraten Gray Davis. Ihm wurde vorgeworfen, den Staat mit seinen knapp 40 Millionen Einwohnern an den Rand des Ruins getrieben zu haben, Gleiches muss sich nun Schwarzenegger anhören.

Er habe sich als "Action-Star mit einem tönernen Fuß" entpuppt, zog kürzlich ein Kolumnist der "Los Angeles Times" Bilanz, mit Blick auf Schwarzeneggers Versprechen, das veraltete Steuersystem in Kalifornien umzukrempeln. Per Volksbegehren wurde die Grundsteuer im Jahr 1978 auf ein Minimum festgeschrieben. Damit gehen dem Staat Steuerprofite von teuren Immobilien durch die Lappen. Er lebt weitgehend von der Einkommenssteuer, die starken Konjunkturschwankungen unterworfen ist.

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Kommentare zu " Arnold Schwarzenegger: Die Ära des Gouvernators ist vorbei"

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  • Arnold ist genauso eine Pfeife wie andere US-Politiker. Mafia-Kennedy, Wildwestheld Reagan, Peanut-Carter, Gangster-Nixon, Clinton der bock, Kriegstreiber und Lügner bush 1 und 2, Obama-Cannot usw. Amerika ist genauso unregierbar wie unser Sozialklimbim-Deutschland

  • Arnold ist wie alle Politiker nur eine Marionette!
    Selbstverliebt, ohne Entscheidungsmacht, etc.
    Und als Dank bekommt er von den Drahtziehern ein buch vorgeschrieben, dass er nur noch zu unterschreiben braucht um dann indirekt sein Millionengehalt für seine "befehlsausübung" zu kasieren.
    ...
    Frohe Weihnachten!

  • ich weiss gar nicht warum sich die Amis beschweren. Arnold hat einen Superjob gemacht ohne einen Krieg anzuzetteln.
    in Deutschland haben wir schlechtere Erfahrungen mit Östereichern in der Politik.

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