Atomstreit
Iran besteht auf Recht zur Uran-Anreicherung

Der Iran besteht weiterhin auf seinem Recht der Uran-Anreicherung innerhalb der Landesgrenzen. Ein Kompromissangebot der Europäischen Union im Streit um sein Atomprogramm hat der Iran abgelehnt.

HB TEHERAN. „Irans Kernbrennstoff muss im Land selbst hergestellt werden“, sagte der iranische Atombeauftragte Gholamresa Aghasadeh am Samstag in Teheran nach einem Treffen mit Igor Iwanow, dem Sekretär des nationalen Sicherheitsrates in Russland. Diplomaten zufolge hatten die im Namen der EU verhandelnden Staaten Deutschland, Großbritannien und Frankreich der Islamischen Republik einen entsprechenden Kompromiss angeboten:

Sie sollte in eingeschränktem Maße Atomanlagen betreiben dürfen, die Anreicherung des nötigen Urans jedoch nach Russland auslagern. Je nach Anreicherungsgrad kann Uran auch für den Bau von Atomwaffen verwendet werden. Die Regierung in Teheran bestreitet jedoch, dass dies ihr Ziel sei.

Den EU-Diplomaten zufolge hätte der Iran mit einer Zustimmung zu dem Vorschlag beweisen können, dass sein Atomprogramm tatsächlich wie angegeben rein friedlichen Zwecken diene. Nun verstärke sich hingegen der Eindruck, dass das Land den Bau von Atomwaffen plane. Russland hatte in den vergangenen Tagen einen eigenen Kompromissvorschlag vorgelegt, der dem der EU-Staaten ähnelte.

Der Streit um das iranische Atomprogramm war im Sommer eskaliert, als die Republik entgegen einer Vereinbarung von 2004 vorbereitende Arbeiten zur Uran-Anreicherung wieder aufgenommen hatte. Inzwischen ist nicht mehr ausgeschlossen, dass der Fall an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) überwiesen wird, der Sanktionen gegen das Land verhängen könnte.

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