Atomstreit mit Iran
Ruhani hält Annäherung an USA für möglich

Irans neuer Präsident hat sich den USA gegenüber versöhnlich gezeigt. Ein Brief von Obama sei „konstruktiv“ gewesen. Hassan Ruhani betonte erneut, sein Land habe nie vorgehabt, eine Atombombe zu bauen.
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WashingtonDer Iran hat nach Aussage seines neuen Präsidenten Hassan Ruhani nie eine Atombombe bauen wollen. Auch für die Zukunft schloss Ruhani ein solches Vorhaben aus. Zugleich betonte er am Mittwoch in einem Interview des Fernsehsenders NBC, dass er die vollen Befugnisse habe, um eine Vereinbarung zur Beilegung des internationalen Atomstreits zu treffen.

„Wir haben niemals eine Atombombe geplant oder gewollt, und wir werden das auch künftig nicht tun“, sagte Ruhani. Unter keinen Umständen strebe sein Land den Besitz von Massenvernichtungswaffen an. Das schließe Atomwaffen ein.

Auch frühere iranische Führungen hatten betont, dass das Atomprogramm des Landes nur friedlichen Zwecken diene. Westliche Staaten bezweifeln dies jedoch, einige Experten glauben, dass der Iran bereits im kommenden Jahr über funktionsfähige Nuklearwaffen verfügen könnte.

Ruhani soll kommende Woche erstmals als iranischer Präsident bei der UN-Generalversammlung auftreten und damit sein Debüt auf der weltpolitischen Bühne geben. Der Westen und die USA hoffen, dass er nach Jahren der Spannungen wieder einen moderateren Ton anschlagen wird - nicht nur mit Blick auf das Nuklearprogramm seines Landes.

Ein entsprechendes Signal gab er auch in dem NBC-Interview am Mittwoch, in dem er eine mögliche Annäherung mit den USA andeutete. Er habe von US-Präsident Barack Obama einen „positiven und konstruktiven Brief“ erhalten, in dem ihm dieser zu seiner Wahl gratuliert habe. „Das könnte ein zarter und kleiner Schritt in eine sehr wichtige Zukunft sein“, sagte Ruhani.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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  • Der Iran sollte endlich Atomwaffen haben, damit man dieses Höllenloch dann endlich verstrahlen kann.
    Dazu sollten 10 israelische Einzelsprengkörper von sagen wir je 1 Gigatonne reichen. Wer Atomwaffen entwickelt hat auf dem (mühsamen) Weg dorthin das Problem mit seinen noch eher niedlichen Knallfröschen (Hiroshima und Nagasaki sind heute wieder blühende Industriestädte, Bikini dagegen immer noch unbewohnbar) gegen die wirklich nachhaltigen Fusionsbomben von mittlerweile ca. 1000! Megatonnen anzutreten. Diese Atomaren Drohgebärden sind lächerlich, diese Leute aber nicht.
    Also, lassen Sie uns endlich zur Sache kommen.
    Deren Zurückrudern ist unwesentlich, der Irak hatte ja auch keine Massenvernichtungsmittel. Also testen Sie den Scheiß doch endlich, denn besitzen tun Sie so etwas doch schon.
    Das es nix taugt ist doch egal, als Grund reicht es .

  • Der Iran mit Ruhani denken nicht mal daran ihre Atomwaffen aufzugeben, notfalls bekommen sie einige aus Nordkorea und bauen ehrlich gesagt dann keine eigenen. Die Politik im Iran ändert sich nicht wegen eines Politikers, dass wäre ja zu schön. Die Nachthemben haben weiter das sagen und im Moment kuschelt man mit Amerika um Assad zu schützen. Aber lieber Frieden als Bomben solange es geht.

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