Atomstreit
Unterstützer von Iran-Deal gehen in die Offensive

Das Atom-Abkommen mit Iran sorgt weiterhin für heiße Köpfe. Doch nun verteidigte US-Präsident Obama das Abkommen und Frankreich kündigte eine baldige Lockerung erster EU-Sanktionen an.
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San Francisco/ParisUS-Präsident Barack Obama hat Kritik am Atomabkommen mit dem Iran zurückgewiesen. „Harte Worte und Gepolter“ seien einfach, doch dienten sie nicht der Sicherheit, sagte Obama am Montag in San Francisco. „Es bleiben riesige Herausforderungen, doch wir können der Diplomatie nicht die Tür verschließen und wir können nicht eine friedliche Lösung für die Probleme der Welt ausschließen.“ Obama kündigte an, die Verhandlungen mit Teheran fortzusetzen, um „die Bedrohung des iranischen Nuklearprogramms“ endgültig zu beseitigen.

Der US-Präsident betonte, wenn der Iran die Chance zur Rückkehr in die internationale Gemeinschaft ergreife, könnte das seit Jahren andauernde Misstrauen zwischen beiden Ländern überwunden werden. Obama reagierte mit seinen Äußerungen auf Kritik Israels sowie etlicher US-Kongressabgeordneter, denen die Zugeständnisse des Irans in dem Abkommen nicht weit genug gehen. Sie lehnen auch jegliche Lockerung der Sanktionen ab und plädieren vielmehr für eine weitere Verschärfung der Strafmaßnahmen.

Der Iran hatte am Sonntag in einem Interimsabkommen mit der Gruppe der fünf UN-Vetomächte plus Deutschland im Gegenzug für eine begrenzte Lockerung gewisser Sanktionen zugesagt, die kontroversesten Teile seines Atomprogramms einzufrieren oder zurückzudrehen. So ist vorgesehen, die Urananreicherung auf 20 Prozent auszusetzen, keine weiteren Zentrifugen in den Anreicherungsanlagen zu installieren, dort tägliche Kontrollen zuzulassen, und den Bau des Schwerwasserreaktors in Arak zu stoppen.

Vor allem die oppositionellen Republikaner aber auch konservative Vertreter aus der demokratischen Partei Obamas haben die Vereinbarung kritisiert und ein härteres Vorgehen gegen den Iran gefordert. Der enge US-Verbündete Israel sprach von einem „historischen Fehler“.

USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien sowie Deutschland hatten sich mit dem Iran auf eine Übergangslösung geeinigt. Demnach legt Teheran sein Atomprogramm zunächst für sechs Monate auf Eis. Im Gegenzug werden internationale Sanktionen gegen das Land gelockert.

Der Durchbruch könnte schon bald zu einem gelockerten Verhältnis der EU mit Iran führen: Der französische Außenminister Lauren Fabius sagte am Montag einem Radiosender, die Außenminister würden im kommenden Monat zu Beratungen zusammen kommen, welche Sanktionen der EU gegen Iran gelockert werden könnten. Auf die Frage, wann die Sanktionen gelockert werden könnten, antwortete Fabius: „Es wird im Dezember beginnen.“Das Atom-Abkommen mit Iran sorgt für heiße Köpfe. Doch nun verteidigt US-Präsident Obama das Abkommen und die EU kündigt eine baldige Lockerung erster Sanktionen an.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Atomstreit: Unterstützer von Iran-Deal gehen in die Offensive"

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  • Wieso tobt eigentlich Israel ? Wären die Verhandlungen auf Augenhöhe geführt worden, so hätten die über 200 israelischen Atomsprengköpfe mit in die Verhandlungen einbezogen werden müssen; so aber ist der Iran von vornherein in eine Art Bösewichtrolle gestellt worden. Aber wenigstens brauchen die USA jetzt in Osteuropa ihr Raketenabwehrsystem nicht mehr aufzubauen - vom Iran können keine Atomraketen kommen ...

  • Israel tobt, Frieden dort zu haben, wäre das Schlimmste, was die Gutmenschen sich nur vorstellen können.

    Wer aber die Zeichen lesen kann, der sah genau, dass der persische Ober Guru selbst im "Zeichen der FM" stand. Der Rest dürfte dann wohl selbsterklärend sein. Es wird Frieden auf Erden geben, denn langsam wehrt sich die Welt gegen diese Gutmenschen, die uns klar machen wollten, dass man $-Scheine fressen kann.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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