Atomstreit
USA drohen mit Sanktionen gegen weitere Iran-Banken

Sollte die iranische Regierung im Streit über die umstrittene Urananreicherung nicht einlenken, muss der Finanzsektor des Landes mit weiteren internationalen Sanktionen rechnen. Das sagte der stellvertretende US-Finanzminister, Robert Kimmitt, in einem Interview mit dem Handelsblatt.

BERLIN. Er sei "sehr zufrieden", dass die EU mit der Schließung der Niederlassungen der Bank Melli "ihre Verpflichtungen aus der Uno-Sicherheitsratsresolution 1803 erfüllt hat". Nun seien alle drei großen staatlichen iranischen Banken von Sanktionen betroffen.

Die EU hatte am Montag beschlossen, wegen des Atomstreits mit dem Iran ihre Sanktionen zu verschärfen und die Guthaben der iranischen Großbank Melli in Europa einzufrieren. Zudem wurden Reisebeschränkungen gegen iranische Nuklear-Experten verhängt.

Die US-Regierung wolle weiter den diplomatischen Weg gehen, um Teheran zu einem Einlenken zu bewegen, sagte Kimmitt weiter. Sollte sich der Iran aber weiter verweigern, müsse es zusätzliche Schritte geben.

Die Uno-Resolution 1803 habe bereits darauf verwiesen, dass Finanzorganisationen weltweit gegenüber allen iranischen Banken in staatlicher Hand besondere Vorsicht walten lassen sollten. "Ich denke, neue Sanktionen würden deshalb weitere iranische Banken treffen."

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