Atomwaffentaugliche Rakete
Pakistan testet Marschflugkörper

Pakistan hat nach eigenen Angaben am Donnerstag erfolgreich einen Marschflugkörper getestet, der für ein feindliches Radar nicht zu erkennen sein soll und auch mit Atomsprengköpfen bestückt werden kann.

HB ISLAMABAD. Wie das Militär mitteilte, handelte es sich um eine modifizierte Hatf-VII Cruise Missile, die sowohl konventionelle als auch atomare Sprengköpfe tragen kann und eine Reichweite von 700 Kilometern hat. Der Marschflugkörper mit der Bezeichnung „Babur“ oder „Hatf VII“ sei für feindliches Radar unsichtbar und könne Hindernisse im Gelände umfliegen. „Babur“ wurde erstmals 2005 getestet und sei jetzt mit vergrößerter Reichweite gestartet worden, sagte ein Militärsprecher.

Um Spannungen mit Indien zu vermeiden, informiert Pakistan normalerweise das Nachbarland über jeden Raketentest, wie dies einem Abkommen zufolge auch umgekehrt geschieht. Das Abkommen gilt aber nur für Raketen und nicht für Marschflugkörper, weshalb Indien am Donnerstag auch nicht informiert wurde, wie in Pakistan verlautete.

Es war bereits der dritte Raketentest binnen eines Monats. Beobachter sehen darin den Versuch, mit dem Rivalen Indien gleichzuziehen. Die beiden Atommächte Indien und Pakistan haben seit ihrer Unabhängigkeit von britischer Kolonialherrschaft 1947 drei Kriege gegeneinander geführt, zwei davon um die geteilte Region Kaschmir. Seit Ende 2003 gilt ein Waffenstillstand zwischen den beiden Nachbarn.

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