Auch Infrastrukturausgaben sollen berücksichtigt werden
Berlusconi will noch weicheren Stabi-Pakt

Kurz nach der Einigung der europäischen Finanzminister auf eine Reform des EU-Stabilitätspaktes erwägt Italien weitere Änderungen an den Plänen.

HB DÜSSELDORF. Seine Regierung denke darüber nach, Infrastrukturausgaben bei der Bewertung des Haushaltsdefizits stärker zu berücksichtigen, sagte der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi am Dienstag in Brüssel.

Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union kommen dort am Abend und am Mittwoch zum EU-Frühjahrsgipfel zusammen. Dabei sollen sie auch den Kompromissvorschlag zur Reform des Stabilitätspakts bestätigen.

Die Finanzminister der Euro-Zone hatten sich Sonntagnacht nach einem mehrstündigen Verhandlungsmarathon auf eine Reform des Pakts geeinigt, mit der die EU-Staaten unter bestimmten Bedingungen mehr Spielraum für neue Schulden erhalten. Bundesfinanzminister Hans Eichel setzte durch, dass auch Kosten für die Wiedervereinigung ein zu hohes Defizit rechtfertigen können.

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