Aufforderug des Auswärtigen Amtes
Deutsche sollen Bengasi sofort verlassen

Vor vier Monaten sterben vier US-Diplomaten bei einem Anschlag im libyschen Bengasi. Vor zwei Wochen wird dort auf den italienischen Konsul geschossen. Nun sind offenbar Bürger westlicher Staaten konkret bedroht.
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Berlin/London/TripolisAngesichts des französischen Militäreinsatzes gegen Islamisten in Mali wächst die Terrorangst im nördlichen Afrika. Wegen einer konkreten Bedrohung riefen die Regierungen Deutschlands und anderer westlicher Staaten ihre Staatsbürger am Donnerstag dazu auf, die Region um die libysche Hafenstadt Bengasi umgehend zu verlassen.

Die libysche Regierung sieht indes keine Gefahr. Die Berichte über die Bedrohung westlicher Staatsbürger entbehrten jeder Grundlage, sagte ein Vertreter des Innenministeriums der staatlichen Nachrichtenagentur Lana. Er versicherte, dass die Sicherheitslage in Bengasi stabil sei.

Australien warnt wie andere westliche Regierungen vor Terroranschlägen in der libyschen Stadt Bengasi. „Wir sind uns einer konkreten, unmittelbaren Terrorgefahr gegen westliche Staatsbürger bewusst“, schrieb das Außenministerium in Canberra am Freitag auf seiner Webseite. „Alle Australier sollten Bengasi umgehend verlassen.“

Bundesaußenminister Guido Westerwelle sprach hingegen bei einem Besuch in Lissabon von einer „ernsten und delikaten Lage“. Die Warnung sei aufgrund von „verschiedenen Hinweisen“ erfolgt. Konkreter wurde Westerwelle nicht. Das Auswärtige Amt geht von nur wenigen Deutschen in Bengasi aus, konnte aber keine genaue Zahl nennen.

Am Nachmittag hatte zuerst das britische Außenminister zum verlassen Bengasis und der umliegenden Küstenregion aufgerufen. „Wir sind über eine spezifische und unmittelbare Bedrohung für westliche Staatsbürger in Bengasi informiert“, hieß es. Nur wenig später meldete das Auswärtige Amt im Internet eine „unmittelbare konkrete Bedrohung westlicher Staatsangehöriger in Bengasi“.

Auch das niederländische Außenministerium rief seine Bürger auf, Bengasi umgehend zu verlassen. Eine akute Bedrohung sei nicht ausgeschlossen, sagte ein Sprecher des Außenministeriums am Abend dem niederländischen Radio. Nach der Intervention Frankreichs in Mali sei die Gefahr von Vergeltungsschlägen auf westliche Ziele größer geworden.

In der mit knapp 700 000 Einwohnern zweitgrößten Stadt Libyens waren bei einem Terroranschlag auf das US-Konsulat am 11. September vergangenen Jahres Botschafter Christopher Stevens und drei weitere US-Diplomaten getötet worden.

Am Sonntag vor zwei Wochen entging der italienische Konsul Guido De Sanctis in Bengasi einem Anschlag. Unbekannte feuerten an einer Kreuzung auf seinen Wagen. Dank der Panzerung blieb er unverletzt.

Vor einer Woche wurden bei einem Geiseldrama im Nachbarland Algerien rund 70 Menschen getötet. Der Angriff islamistischer Kämpfer auf eine Gasförderanlage in der algerischen Wüste war eine Reaktion auf die französische Intervention im westafrikanischen Mali.

Seitdem ist die ganze Region in Alarmbereitschaft. Für Libyen hatte das Auswärtige Amt bereits vor dem aktuellen Hinweis eine Reisewarnung ausgegeben. „Die Lage im ganzen Land ist weiterhin unübersichtlich. Bewaffnete Auseinandersetzungen finden vereinzelt weiterhin statt und sind jederzeit möglich“, heißt es darin. Die jetzige konkrete Warnung vor einer Bedrohung mit der dringenden Aufforderung, die Region zu verlassen, ist aber äußerst ungewöhnlich.

Das britische Außenministerium warnte auch vor Reisen in andere Städte der Küstenregion wie beispielsweise Misrata. Air Malta strich nach der britischen Warnung einen Flug nach Bengasi.

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hatte am Mittwoch wegen der angespannten Sicherheitslage in Nordafrika eine Reise nach Algerien und Libyen abgesagt. Der Vizekanzler und FDP-Chef wollte vom 5. bis 7. Februar mit Vertretern von deutschen Firmen in beide Länder reisen, um vor allem Energie- und Infrastrukturprojekte voranzubringen. Auch waren in Algier und Tripolis hochrangige Gespräche mit Regierungsvertretern geplant.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Diese hasenfüßigen westlichen Politiker.
    Der ganze Nahe Osten, Nord-Afrika und andere muslimische Länder sind im Moment die Destinationen, um sich entspannt in einem Abenteuer-Urlaub in die arabische Frühlingssonne zu legen.
    Sunniten, Schiiten, Wahabiten, Salafisten, Alawiten etc.etc. und AL Quaida - hin und wieder auch die Israelis - stellen die Bediensteten, die dem entspannten Urlauber musikalisch aufspielen und durch andere Dienstleistungen zu einem unvergeßlichen Urlaubserlebnis verhelfen.
    Da sollten den Urlauber auch die gelegentlichen Streitigkeiten unter Geschäftsfreunden nicht stören, die in diesen Urlaubsregionen schon mal tödlich enden können.
    Diese hasenfüßigen westlichen Politiker warnen vor einem Abenteuer-Urlaub und holen andererseits das dortige Dienstpersonal zu uns nach Hause.
    Wer soll das verstehen ?????? Soll etwa die arabische Frühlingssonne auch in den kühlen Norden versetzt werden ??
    Das ist allenfalls nur möglich durch eine Verlagerung der Erdachse !!!! Sollte es schon soweit sein --- Herr Westerwelle ???? Das würde mich dann allerdings an die Geschichte mit Noah erinnern lassen.

  • ein subalterner Beamte hat die Befragung von secstate Clinton vor dem Ausschuss zum Total-Versagen in Bengasi falsch verstanden oder mangelhaft übersetzt ( lybien ist befreit und bereit zur Plünderung ) ? die Verhandlung der Tantiemen ist gescheitert ?

  • Okay. ich rufe gleich mal meinen Sohn an!!!

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