Aufnbehmende staatliche Finanzagentur CDP soll privatisiert werden
Italien geht ans Tafelsilber

Die Regierung plant den Verkauf staatlicher Beteiligungen an Eni, Enel und der Post, um ein Stück des Schuldenberges abzutragen.

HB MAILAND. Italien will Beteiligungen an die Finanzagentur Cassa Depositi e Prestiti (CDP) verkaufen. Die Regierung rechnet mit Einnahmen von rund 11 Milliarden Euro, die in den Schuldenabbau fleßen sollen.

Wie das Schatzamt am Freitag in Rom mitteilte, sollen 10,35 Prozent an dem Versorgungsunternehmen Ente Nazionale per l'Energia Elettrica SpA (Enel), zehn Prozent an dem Stromkonzern Ente Nazionale Idrocarburi SpA (ENI) und 35 Prozent an der Poste Italiane an CDP veräußert werden. CDP selbst soll zudem privatisiert werden.

Derzeit besitzt der Staat rund 61 Prozent an Enel und 30 Prozent an Eni sowie alle Anteile an der Post. Das Schatzamt hatte bereits im vergangenen Monat 2,17 Milliarden Euro erlöst, als es 6,6 Prozent von Enel an Morgan Stanley zur Weiterplatzierung verkauft hatte.

Gemessen am Bruttoinlandsprodukt hatte Italien Ende vergangenes Jahr einen Schuldenstand von 106,7 Prozent. Dieser ist der höchste in der Euro-Zone und liegt weit über der Zielmarke von 60 Prozent.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%