Aufständische
Sudans Armee tötet Rebellenanführer in Darfur

Im Sudan ist der Anführer der größten Rebellengruppe in der Unruheregion Darfur von der Armee getötet worden. Die Rebellen drohen nun mit Vergeltung.
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KhartumIm Sudan hat die Armee den Anführer der größten Rebellengruppe in der Unruheregion Darfur getötet. Chalil Ibrahim von der Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichheit (JEM) sei bei einem Gefecht ums Leben gekommen, erklärte ein Militärsprecher.

Ibrahim habe zusammen mit anderen ranghohen Rebellen versucht, in den Südsudan zu gelangen. Die Gruppe bestätigte den Tod ihres Anführers und droht der Regierung in Khartum mit Vergeltung. Der Tod von Ibrahim ist ein herber Rückschlag für die Aufständischen in Darfur.

In der westlichen Region Darfur kämpfen nicht-arabische Aufständische seit 2003 gegen die Zentralregierung in Khartum. Nach Angaben der Vereinten Nationen starben seitdem bis zu 300.000 Menschen. Die Regierung spricht von 10.000 Toten.

JEM-Chef Ibrahim führte 2008 einen Überraschungsangriff auf die Hauptstadt an, bei dem 200 Menschen getötet wurden. Später flüchtete er nach Libyen ins Exil. Nach Angaben der Regierung kehrte er nach dem Tod des dortigen Machthabers Muammar Gaddafi in den Sudan zurück.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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