Ausland spottet über Köln
„Multikulti ist eine Fiktion“

„Wir Deutschen helfen gerne“

Der Chef der rechtspopulistischen Ukip in Großbritannien, Nigel Farage, erklärte, nach Deutschland seien zu viele junge Männer gekommen, „die nicht einmal den Anschein machen, den Leuten dankbar zu sein, die ihnen einen neuen Ort zum Leben geben“. Er warnte, bald könnten die „aggressiven jungen Männer“ aus Köln wegen der Reisefreiheit in der EU auch nach Großbritannien kommen. In Frankreich twitterte die Chefin des rechtsradikalen Front National, Marine Le Pen: „Entsetzen folgt auf die Aggression von Köln. Die Würde und Freiheit der Frau ist ein hohes Gut, das wir schützen müssen.“

Thematisiert werden die Vorfälle von Köln auch jenseits des Atlantiks. US-Präsidentschaftskandidat Trump schrieb auf seiner Facebook-Seite: „Deutschland leidet unter massiven Attacken auf seine Bürger durch Migranten, denen die Einreise erlaubt wurde. Der Jahreswechsel war ein Desaster. Denkt nach!“ Der Eintrag erntete knapp 90.000 „Gefällt-mir“-Markierungen und wurde vielfach kommentiert. Allerdings stieß Trump nicht nur auf Zustimmung. Ein Nutzer antwortete ironisch mit „Gruß aus Berlin“: „Wir Deutsche helfen gerne und werden jeden US-Flüchtling aufnehmen, der aus den USA fliehen möchte, falls Donald J. Trump Präsident wird.“

Angesichts der vielschichtigen Reaktionen warnte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini bereits davor, die schockierenden Übergriffe für politische Zwecke zu instrumentalisieren. Gewalt gegen Frauen sei nicht erst durch Migranten nach Europa gebracht worden. Es gebe „gute und schlechte Menschen, unabhängig von ihrer Nationalität und ihrem Hintergrund“, betonte sie. Die Übergriffe vor allem auf Frauen in der Silvesternacht reichten von Raub und Diebstahl bis hin zu sexueller Gewalt. Insbesondere Rechtsextreme nahmen sie zum Anlass für Hetze gegen Ausländer.

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Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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