Ausreise nach Südkorea soll wohl erzwungen werden
Nordkoreaner flüchten auf Botschaftsgelände

Sechs Asylbewerber aus Nordkorea haben am Dienstag in einer deutschen Schule in Peking Unterschlupf gesucht. Es handele sich um junge Leute im Alter zwischen 20 und 30 Jahren. Eine Stellungnahme aus Peking sowie vom Auswärtigen Amt war zunächst nicht erhältlich.

HB PEKING. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) überwanden die Nordkoreaner am frühen Morgen (Ortszeit) die Sicherungsanlagen zu dem bewachten Areal, auf dem ein Wohnblock für deutsche Diplomaten und die deutsche Botschaftsschule untergebracht sind. Zuletzt hatten sich im März und Februar Nordkoreaner auf das Gelände geflüchtet, das mit einem drei Meter hohen und spitzen Zaun gesichert ist.

Einige hundert Nordkoreaner haben bislang bereits in diplomatischen Missionen in China Zuflucht gesucht und auf diese Weise ihre Ausreise nach Südkorea erzwungen. In China leben zehntausende Nordkoreaner, die wegen des Hungers und der Verfolgung durch das stalinistische Regime über die Grenze in die Volksrepublik gekommen sind. Die chinesischen Behörden erkennen die Nordkoreaner aber nicht als politische Flüchtlinge an und schieben sie bei einer Ergreifung über die Grenze ab, wo ihnen Lagerhaft und Folter drohen.

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