Außenpolitik darf nicht von Terroristen bestimmt werden
Australien belässt Truppen im Irak

Australien nehme die Anschlagsdrohungen islamischer Extremisten ernst, sagte der Außenminister des Landes, Downer. Der Forderung, die Truppen aus dem Irak abzuziehen, komme man aber nicht nach.

HB BERLIN. Die australische Regierung will nicht den Forderungen einer Al-Kaida-Gruppe nachkommen und seine Soldaten aus dem Irak abziehen. Die Truppen blieben so lange wie vorgesehen, sagte Außenminister Alexander Downer am Sonntag im Fernsehsender «Nine Network». Der Minister betonte, seine Regierung nehme die Attentatsdrohungen islamischer Extremisten ernst, werde sich dem Druck aber nicht beugen. Es sei sehr wichtig, eine klare Botschaft auszusenden, «dass wir uns nicht von terroristischen Gruppen einschüchtern lassen», so Downer.

Australien hat im Irak und in der Golf-Region insgesamt 850 Soldaten stationiert. Am gestrigen Samstag hatte eine Gruppe, die sich als europäischer Zweig des Terrornetzwerks Al Qaeda bezeichnet, auf einer Internet-Seite Bombenanschläge in Australien und Italien angekündigt, sollten die Truppen nicht abgezogen werden. Die Erklärung soll von der Islamischen Gruppe Tawhid kommen.

Die Extremisten verwiesen in ihrer Erklärung auf die Philippinen und Spanien, die ihre Truppen nach einer Terrordrohung abgezogen hatten. Downer meinte dagegen, genau dieses Verhalten der beiden Länderregierungen habe Terroristen zu weiteren Drohungen ermutigt. Er warnte davor, Terroristen nachzugeben. Denn dann, so Downer, «werden unsere Außenpolitik, unsere internationalen Beziehungen von Terroristen bestimmt».

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