Ausweitung der Schutztruppe Isaf geplant
Zwei Tote bei Selbstmordattentat in Afghanistan

Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Militärkonvoi sind im Süden Afghanistans zwei Menschen getötet und drei weitere verletzt worden.

HB KABUL. Der Polizei zufolge hatte der Attentäter nahe einer kanadischen Militärbasis in der Stadt Kandahar versucht, sein Fahrzeug in den Konvoi von ausländischen Truppen zu rammen. Die Bombe sei jedoch frühzeitig explodiert und habe neben dem Angreifer auch einen zehnjährigen Jungen getötet. Drei kanadische Soldaten wurden den Angaben nach leicht verletzt. Eine Sprecherin der US-geführten ausländischen Truppen hatte zuvor erklärt, bei dem Anschlag auf der Straße zum Flughafen habe es keine Opfer gegeben.

Die Explosion ereignete sich zu einem Zeitpunkt, zu dem sich eine hochrangige Nato-Delegation unter Führung von Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer in dem asiatischen Land aufhält. Hintergrund sind Pläne des Bündnisses, seine Präsenz in Afghanistan auszuweiten. Bislang ist die Nato mit etwa 11 000 Soldaten der Schutztruppe Isaf im Norden und Westen des Landes präsent. Sie sollen den Wiederaufbau des Landes unterstützen, während in anderen Landesteilen rund 20 000 Soldaten unter US-Führung gegen Aufständische kämpfen.

Afghanistans Süden gilt als besonders gefährlich. Erst am Vortag waren dort bei einer Bombenexplosion in der Provinz Kandahar an der Grenze zu Pakistan sechs afghanische Zivilisten getötet worden.

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