Autokolonne beschossen
Libyens Präsident entgeht Mordanschlag

Als Fajis al-Sarradsch als Ministerpräsident Libyens antrat, lag auf ihm die Hoffnung der Vereinten Nationen und des Westens. Doch ein Mordanschlag auf ihn zeigt nun, wie tief die Gräben in dem Land sind.

TripolisDer libysche Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch ist nach Berichten von Augenzeugen einem Mordanschlag entgangen. Der Autokonvoi sei am Montag in der Hauptstadt Tripolis unter Beschuss geraten, berichtete ein Leibwächter Al-Sarradschs der Deutschen Presse-Agentur. Al-Sarradsch ist der international anerkannte Regierungschef des Bürgerkriegslandes.

In dem Tross sei auch der Vorsitzende der zweiten Parlamentskammer, Abdul Rahman Swahli, gewesen, hieß es weiter. Einige Bewacher der Politiker seien bei der Tat verletzt worden. Weitere Informationen gab es zunächst nicht.

Der Vorfall zeigt einmal mehr, welchen Widerständen die von den Vereinten Nationen unterstützte Einheitsregierung ausgesetzt ist. Al-Sarradsch regiert schon fast ein Jahr in der Hauptstadt Tripolis, konnte...

 
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