International
Bald Fingerabdruck für neuen Reisepass

Alle EU-Bürger müssen für einen neuen Reisepass in absehbarer Zeit ihre Fingerabdrücke abgeben.

HB LUXEMBURG. Die Innenminister der 25 EU-Staaten einigten sich am Dienstag in Luxemburg im Grundsatz darauf, dass die Pässe einen Speicherchip mit digitalisiertem Foto und Fingerabdrücken erhalten sollen. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter Schaar, warnte unterdessen vor technischen Kinderkrankheiten und der Gefahr einer Verknüpfung biometrischer Merkmale mit der alltäglichen Videoüberwachung.

Im Bayerischen Rundfunk sagte Schaar, die Befürworter erwarteten einen sicheren Vergleich von Passinhaber und gespeicherten Daten auf dem Chip. „In der Praxis sieht das aber viel nüchterner aus, denn auch Computer sind nicht unfehlbar, und gerade bei der Gesichtserkennung machen diese Computer zumindest derzeit noch sehr viele Fehler“, sagte Schaar. Manche gesuchten Menschen würden dann nicht erkannt, andere hingegen zu Unrecht.

Die größte denkbare Gefahr sieht der Datenschutzbeauftragte indes darin, dass die persönlichen Merkmale mit Videoaufnahmen verglichen würden: „Um dieses auszuschließen, wende ich mich ganz entschieden gegen eine zentrale Speicherung dieser Merkmale.“ Die Speicherung auf dem Chip bezeichnete Schaar als „noch vertretbaren Eingriff“. Eine Verwendung über Passkontrollen hinaus lehne er aber ab. Wenn die technische Möglichkeit dazu bestünde, würde dies in bestimmten Situationen - wie nach dem 11. September - auch genutzt, warnte er.

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