Bangladesch
Regierungspartei gewinnt Zweidrittel-Mehrheit

Überschattet von zahlreichen Gewalttaten hat die Regierungspartei in Bangladesch einen klaren Sieg bei den Parlamentswahlen davongetragen. Der stand allerdings außer Frage: Eine Oppositionspartei übte den Boykott.
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DhakaBei der Parlamentswahl in Bangladesch hat die regierende Awami-Liga mehr als Zweidrittel aller Mandate gewonnen. Der Sieg der Partei von Ministerpräsidentin Scheich Hasina stand wegen eines Boykotts der Abstimmung durch die wichtigste Oppositionspartei außer Frage. Wegen des Boykotts der nationalistischen BNP fielen bereits 127 Mandate an die Awami-Liga, weil es keine Gegenkandidaten gab. Von den noch umstrittenen Mandaten gewann die Regierungspartei 105 und verfügt damit über 232 der 300 Parlamentssitze.

Die Wahl war von zahlreichen Gewalttaten überschattet worden. Dabei wurden allein am Sonntag sieben Menschen getötet. Mehr als 130 Wahllokale wurden in Brand gesetzt.

Hintergrund der Gewalt ist ein erbitterter Machtkampf zwischen BNP-Chefin Khaleda Zia und Hasina. Beide Politikerinnen bestimmen seit mehr als 20 Jahren die Geschicke des verarmten Landes in Südostasien, das als Niedriglohn-Land eine Schlüsselrolle für die weltweite Textilindustrie spielt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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