Baton Rouge
Regierung geht nicht gegen Polizisten vor

Ein durch zwei weiße Polizisten erschossener Afroamerikaner sorgte im vergangenen Sommer für eine Protestwelle. Das US-Justizministerium verkündet nun, keine Schritte einzuleiten. Das ist jedoch noch nicht das Ende.
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Baton RougeDas US-Justizministerium wird im Fall eines von zwei weißen Polizisten in Baton Rouge erschossenen Afroamerikaners keine juristischen Schritte einleiten. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AP am Dienstag (Ortszeit) aus Gerichtskreisen. Der Vorfall im Juli 2016 hatte zu Aufruhr in der Hauptstadt des US-Staats Louisiana und zu landesweiten Protesten geführt. Bundesbehörden leiteten eine Untersuchung zu dem Fall ein.

Der 37 Jahre alte Alton Sterling war vor der laufenden Handykamera seiner Freundin von zwei Polizisten erschossen worden. Das Video des blutüberströmten Mannes verbreitete sich im Internet. In den USA tobte anschließend eine heftige Debatte über übermäßige Gewalt von Polizisten gegen Afroamerikaner. Es kam zu Protesten, bei welchen auch Polizisten attackiert wurden. Die jüngste Entscheidung des Justizministeriums bedeutet jedoch nicht, dass der Vorfall nicht von einem Gericht auf Staatsebene aufgenommen werden kann.

In einem Polizeibericht hieß es, Sterling sei zunächst mit einer Betäubungswaffe niedergeschossen worden, weil er nicht auf die Anweisungen der Polizisten reagiert habe. Die beiden Polizisten hätten eine Waffe in einer von Sterlings Hosentaschen gesehen, nach der der 37-Jährige versucht habe zu greifen, bevor er erschossen wurde.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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