Bericht zum MH17-Absturz
„Von Objekten durchbohrt und zerbrochen“

Wie kam es zum Absturz von MH17? Ermittler stützen die Abschuss-These: Die Boeing wurde von „hochenergetischen Objekten“ zerstört. Die Passagiere traf es wie aus dem Nichts. Das zeigen Aufzeichnungen der letzten Minuten.
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Den HaagEs war ein ganz normaler Routineflug. Am 17. Juli um die Mittagszeit glitt Malaysia Airlines MH17 auf Flight Level 330, 33.000 Fuß, über die Ostukraine hinweg. Die Boeing 777 war mit 298 Menschen an Bord auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur unterwegs. Scheinbar weit weg auf der Erde unter ihr: der seit Monaten andauernde Krieg zwischen der ukrainischen Armee und prorussischen Separatisten.

Um exakt 13:19:56 Uhr gab der Pilot an die zuständige Luftverkehrskontrolle Dnipro Control durch, er werde wie angewiesen zum nächsten Meldepunkt weiterfliegen. „Romeo November Delta, Malaysian one seven“, funkte er.

Es sollte der letzte Funkspruch von MH17 gewesen sein. Danach versuchten die Fluglotsen noch, die Maschine zu erreichen. Vergebens. Der Flugschreiber sollte später offenbaren, dass er um 13:20:03 Uhr aufhörte aufzuzeichnen. Die Boeing stürzte ab, über einem Feld nahe der Ortschaft Hrabove. Es gab keine Überlebenden.

Doch warum fiel MH17 vom Himmel? Ein vorläufiger Untersuchungsbericht der niederländischen Flugsicherheitsbehörde Dutch Safety Board, der auch den Funkspruch dokumentiert hat, hat eine Antwort: Die Boeing sei von einer „Vielzahl“ von „hochenergetischen Objekten“ getroffen worden, die das Flugzeug „von außen“ durchbohrt hätten. Die Maschine sei wegen dieses Strukturschadens „während des Fluges in mehrere Teile zebrochen“. So steht es in dem Bericht, der am Dienstag in Den Haag veröffentlicht wurde.

Dies bestätigt den Verdacht, dass die Maschine abgeschossen wurde. „Es gibt keine Hinweise darauf, dass der Absturz von MH17 durch einen technischen Fehler oder Handlungen der Crew verursacht wurde“, heißt es in dem Bericht. Die Flugschreiber und die Daten der Luftverkehrsleitung wiesen auf einen normalen Flugverlauf hin.

Explizit von einem Raketenbeschuss ist in dem Schriftstück nicht die Rede. Die ukrainische Regierung und der Westen verdächtigen pro-russische Separatisten, den Absturz mit einer Boden-Luft-Rakete vom Typ Buk aus russischen Beständen herbeigeführt zu haben. Demnach sollen die Rebellen das Passagierflugzeug fälschlicherweise für eine ukrainische Militärmaschine gehalten haben. Die Separatisten und Moskau bestreiten die Vorwürfe.

Kommentare zu " Bericht zum MH17-Absturz: „Von Objekten durchbohrt und zerbrochen“"

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  • Der Bericht liefert ungefähr genausoviel Information wie man sie innerhalb weniger Minuten mittels Google-suche schon kurz nach dem absturz finden konnte:
    Das Flugzeug wurde abgeschossenen und nichts genaues weiss man nicht. Jeder darf lustig weiter seine theorien verbreiten, die harten Beweise bleiben unter Verschluss!
    Ja warum das denn? Hat da jemand was zu verbergen?
    Was genau die flugschreiber enthalten wissen nur diejenigen die in ihrem Besitz sind, das sind die Engländer. Was auf dem Radar zu sehen ist wissen nur die NATO, die Ukraine und die Russen.
    Der "Bericht" verdient diesen Namen eigentlich gar nicht weil es hauptsächlich nur um Vertuschung geht zwei Monate nach der Katastrophe.
    Warum werden die Verantwortlichen geschützt?

  • Ich denke mal die Beweise das offizielle russische Truppen in der Ukraine sind, sind genauso "hart" wie die für die Anschuldigungen Russlands zu MH17.

    Wer es jetzt noch nicht gemerkt hat ...
    hat wohl nicht das deutsche Bildungssystem durchlaufen.


  • SIE kommen nicht darum herum,
    die angebotenen link. zu studieren, wenn SIE sich für den Hintergrund dieser Veränderungen im Land,
    interessieren.

    ex BRD oder
    Stalinistisch in die EUR-ZONE,
    mit den OST Merkelschen "kleinen Schritte" und
    dem "Fraktions Zwang Parlament" im NSA (Stasi) Überwachungsstaat!! 2014

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