Billigimporte
EU verhängt Zölle auf chinesische Kerzen

Die Beschwerden von Kerzenproduzenten aus Deutschland und den Beneluxstaaten über Billigimporte aus China in den Raum der Europäischen Union haben Wirkung gezeigt. Die EU-Kommission wird am Mittwoch offenbar vorläufige Einfuhrzölle in Höhe von 20 bis 30 Prozent verhängen.

HB BRÜSSEL. Dies sagten EU-Diplomaten und Branchenvertreter am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Zölle gelten voraussichtlich ab 15. November - zum Ärger von Einzelhandel und Kirchen, denen der Preisaufschlag auf Kerzen wenige Wochen vor Weihnachten nicht Recht ist.

Im Februar hatte die Kommission eine Untersuchung darüber eingeleitet, ob China mit Subventionen die Preise von Kerzen künstlich niedrig hält. Hersteller aus Europa klagten, heimische Firmen hätten wegen der chinesischen Importe aufgeben müssen. Inzwischen wird ein Drittel der in der EU verkauften Kerzen aus China eingeführt.

Der Einzelhandel kritisierte, die Zölle würden nur die Waren verteuern und den Verbrauchern schaden. Diplomaten zufolge sind auch die Kirchen, die einen hohen Bedarf an Kerzen haben, mit der EU-Entscheidung nicht zufrieden. Die EU-Mitgliedsstaaten müssen in sechs Monaten endgültig über das Handelshemmnis entscheiden.

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