Börsencrash in China
Unglücksboten am Pranger

PremiumChinas Führung gibt den Medien die Schuld für das Finanzbeben. Dass damit von eigenen Fehlern abgelenkt werden soll, ist offenkundig. Hier zeigt sich der innere Widerspruch des Staatskapitalismus. Eine Analyse.

BerlinChinas Herrscher hätten gestern eigentlich ihre Statistiker in den Kerker werfen müssen. Denn die meldeten, dass der Einkaufsmanager-Index für die Industrie im August überraschend gefallen ist, und sorgten mit dieser schlechten Nachricht dafür, dass die Börsenkurse in Schanghai wieder um fast fünf Prozent in die Knie gingen.

Das klingt absurd?

Ja, aber es wäre nur folgerichtig in der verqueren Logik der chinesischen Unterdrückung, wenn man sich die ebenso absurde Reaktion Pekings auf das jüngste Finanzbeben vor Augen führt. Die Behörden haben fast 200 Menschen verhaftet, die beschuldigt werden, schädliche Gerüchte über die chinesische Wirtschaft und Finanzmärkte verbreitet und so...

 
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