Bombe tötet Zivilisten in Bagdad
US-Soldaten bringen Falludscha zunehmend unter Kontrolle

Bei den Kämpfen um die nordirakische Stadt Falludscha sind nach US-Angaben bereits mehrere hundert Rebellen getötet worden. Zudem soll der Widerstand der Rebellen langsam nachlassen, so dass die US-geführten Truppen am vierten Tag ihrer Großoffensive die Rebellenhochburg zumehmend unter ihre Kontrolle gebracht haben wollen.

HB FALLUDSCHA/BAGDAD. Im Gegenzug schlugen die Aufständischen jedoch an anderen Orten des Golfstaates zurück: Bei einem Anschlag mit einer Autobombe im Zentrum Bagdads starben nach Polizeiangaben 17 Menschen. 20 weitere Menschen wurden verletzt. In Mossul setzten Rebellen mehrere Polizeiwachen in Brand. Anwohner sprachen von chaotischen Zuständen. In Falludscha brachten US-Soldaten das Stadtviertel Dscholan unter Kontrolle, das als Bastion der Rebellen gilt. Doch gelang es Rebellen einem Fernsehbericht zufolge nahe der Stadt zwei US-Kampfhubschrauber abzuschießen. Die USA und die irakische Übergangsregierung wollen vor den für Ende Januar geplanten Wahlen die Rebellengebiete zurückerobern.

Wie ein Journalist berichtete, erwiderten die Aufständischen in Falludschas Stadtbezirk Dscholan - einer Bastion von Anhängern des gestürzten irakischen Präsidenten Saddam Hussein - den massiven Granatenbeschuss durch US-Marineinfanteristen nur noch sporadisch. Ein US-Offizier sagte, die Truppen hätten praktisch die Kontrolle über Dscholan übernommen.

Ganze Teile der Stadt waren angesichts der unerbittlichen Kämpfe regelrecht weggeschossen. Die Rebellen reagierten auf anhaltendes Artilleriefeuer der US-Truppen mit gelegentlichem Abschuss von Granaten. Auch einige Heckenschützen waren auf Rebellen-Seite im Einsatz. Das US-Militär kontorollierte nach eigenen Angaben etwa 70 % der rund 50 Kilometer westlich von Bagdad gelegenen Stadt. „Die Dinge laufen gut, ich denke, wie geplant“, sagte US-General Richard Myers dem US-Fernsehsender CBS. „Es wurden mehrere hundert Aufständische entweder getötet oder gefangen genommen“. Wegen der Kämpfe konnten Tausende Zivilisten ihre Wohnungen nicht verlassen. Seit fünf Tagen gebe es weder Wasser noch Strom, auch die Lebensmittelvorräte gingen langsam aus, beklagten Einwohner.

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