Bombenanschlag auf Hauptwasserleitung
Dänischer Soldat im Irak getötet

Erstmals seit Beginn des Irak-Krieges ist im Süden des Landes ein ausländischer Soldat bei einem Gefecht ums Leben gekommen, der nicht den britischen oder US-Besatzungstruppen angehörte.

Reuters BASRA. Ein dänischer Soldat sei bei einem Feuergefecht mit irakischen Plünderern westlich von Basra erschossen worden, teilte die britische Armee am Sonntag mit. Rund 400 Dänen sind in der multinationalen Truppe in der von Briten kontrollierten Region im Einsatz. In Bagdad wurde vermutlich ein Bombenanschlag auf eine Hauptwasserleitung verübt. Mehrere Stadtbezirke im Norden der Hauptstadt waren von der Versorgung abgeschnitten. Die am Freitag angegriffene Öl-Pipeline in die Türkei stand am Sonntag immer noch in Flammen.

Der Getötete habe mit seiner Patrouille am Samstagabend versucht, acht Iraker am Diebstahl von Kupfer-Stromkabeln zu hindern, teilte die britische Armee weiter mit. Neben dem Dänen seien auch zwei Iraker getötet worden. Die sechs überlebenden Iraker seien gefangen genommen worden. Der Diebstahl von Kupferkabeln ist einer der Gründe für die Strom-Versorgungskrise in der Region, die in jüngster Vergangenheit Auslöser gewalttätiger Proteste war. Seit Verkündung des Endes der Hauptkampfhandlungen im Irak durch US-Präsident George W. Bush Anfang Mai sind 60 US-Soldaten getötet worden. Sechs Briten kamen bei Angriffen ums Leben.

Auch in anderen Teilen des Landes wurden Infrastruktur-Einrichtung das Ziel von Angriffen. Selbst Stunden nach dem vermuteten Anschlag war die Wasserleitung in Bagdad immer noch nicht repariert. Aus der defekten Leitung strömten Wassermassen durch die Straßen. Anwohner erklärten, sie seien durch einen lauten Knall aufgewacht und hätten ein Auto mit hoher Geschwindigkeit davonfahren sehen.

Auch am Sonntag schlugen immer noch Flammen aus der wichtigen Öl-Pipeline in die Türkei, die erst am Mittwoch wieder in Betrieb genommen worden war. Das Feuer sei allerdings unter Kontrolle, teilte die US-Armee mit. Auf die Pipeline war am Freitag ein Anschlag verübt worden. Nach Angaben des US-Zivilverwalters im Irak, Paul Bremer, kostet die Schließung der Pipeline täglich sieben Mill. Dollar.

Anschläge auf Pipelines sowie Strom- und Wasserleitungen haben wiederholt die Bemühungen behindert, die beschädigte Infrastruktur des Landes wieder funktionstüchtig zu machen. Die USA machen Anhänger des gestürzten Präsidenten Saddam Hussein und ausländische Extremistengruppen für die Anschläge verantwortlich.

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