Bombenanschlag
Uno-Friedenstruppe im Libanon angegriffen

Auf eine Patrouille der Uno-Friedenstruppe im Libanon ist ein Anschlag verübt worden. Es ist bereits der zweite Anschlag innerhalb weniger Wochen.

HB BEIRUT. Die Explosion beschädigte ein Fahrzeug der Unifil in Kassimijeh, unweit der Hafenstadt Tyrus. Verletzt wurde niemand - zwei tansanische Blauhelm-Soldaten waren kurz vor der Detonation aus dem Geländewagen ausgestiegen, wie ein libanesischer Militärsprecher sagte.

Erst am 24. Juni kamen bei einem Bombenanschlag auf eine Uno-Patrouille im Südlibanon sechs Soldaten des spanischen Kontingents ums Leben. Die Unifil, der rund 13 000 Soldaten aus 30 Ländern angehören, überwacht die Umsetzung der Uno-Resolution, die vor knapp einem Jahr den Krieg zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz beendete.

Unterdessen gingen die Kämpfe um die palästinensische Flüchtlingssiedlung Nahr el Bared im Nordlibanon weiter. Die Streitkräfte setzten die dort verschanzten Kämpfer der Fatah Islam am Montag mit Artillerie- und Panzerfeuer weiter unter Druck. Die Extremisten schossen ihrerseits Granaten und Maschinengewehrsalven auf die Militärstellungen rund um die Siedlung.

Seit Beginn der Kämpfe Ende Mai sind nach libanesischen Angaben mindestens 60 Fatah-Islam-Kämpfer sowie 98 Soldaten und mehr als 20 Zivilpersonen getötet worden. Bis vor kurzem lebten in der Siedlung am Rande der Hafenstadt Tripoli mehr als 30 000 palästinensische Flüchtlinge.

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