Brexit
Schottische Regierungschefin strebt Unabhängigkeitsreferendum an

Die Mehrheit der Schotten war gegen den Brexit. Deswegen wollen sie ein Referendum über die Unabhängigkeit von Großbritannien. Nun stellt die schottische Regierungschefin Sturgeon eine baldige Entscheidung in Aussicht.
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EdinburghDie schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon strebt wegen des Brexits ein neues Referendum über die Unabhängigkeit von Großbritannien an. Sie werde das schottische Parlament in der kommende Woche um eine entsprechende Entscheidung bitten, sagte Sturgeon am Montag in Edinburgh.

Großbritanniens Premierministerin Theresa May will bis Ende März das offizielle Austrittsgesuch Großbritanniens in Brüssel einreichen. Dann beginnen die auf zwei Jahre angelegten Scheidungsgespräche, so dass das Land im Frühjahr 2019 die EU verlassen könnte. Nach Aussagen von Michel Barnier, der das Brexit-Verhandlungsteam der EU anführt, sollten sich beide Seiten aber bereits im Herbst 2018 über die wesentlichen Dinge geeinigt haben, damit genug Zeit bleibt, um das Abkommen zu ratifizieren. Die Aussicht auf ein schottisches Unabhängigkeitsreferendum erhöht jetzt den Druck auf May, die schottischen Interessen in den Austrittsverhandlungen zu berücksichtigen und eine Abspaltung Schottlands zu verhindern.

Die Schotten hatten sich im Herbst 2014 mit einer Mehrheit von 55 Prozent gegen eine Abtrennung Schottlands von Großbritannien entschieden. Die Lust auf ein neues Referendum und eine Zukunft als eigenständiges Land war danach eher verhalten.

Doch beim Brexit-Referendum im Sommer 2016 stimmten die Schotten mehrheitlich für den Verbleib Großbritanniens in der EU und ärgerten sich darüber, überstimmt worden zu sein. Nach einer Umfrage von Ipsos Mori nimmt der Rückenwind für die Unabhängigkeitsbewegung nun wieder zu. Demnach würde die Hälfte der Schotten dafür votieren. Das ist die höchste Zustimmung seit etwa neun Monaten. Sturgeon begründet die Notwendigkeit einer neuen Abstimmung mit Mays Plänen, nicht nur der EU den Rücken zu kehren, sondern auch dem Europäischen Binnenmarkt.

Schottland braucht das grüne Licht der britischen Regierung für ein erneutes Referendum. Nach Ansicht einiger konservativer Politiker sollte Theresa May sich darauf nicht einlassen oder dies allenfalls nach dem EU-Austritt Großbritanniens tun, keinesfalls vorher.

Schottland will auch nach dem EU-Austritt Großbritanniens den Zugang zum Europäischen Binnenmarkt behalten. Alles andere sei mit enorm negativen Folgen für die Wirtschaft verbunden und würde Jobs vernichten, sagte Sturgeon bereits vor einigen Monaten. Dieser Forderung nach einer Sonderlösung hatte May eine deutliche Absage erteilt.

Sturgeons Kritiker werfen ihr vor, ihre Drohung, ein erneutes Referendum zu organisieren, sei ein Bluff. Denn angesichts des vergleichsweise niedrigen Ölpreises und wichtiger Handelsbeziehungen zum Rest Großbritanniens sei es nicht sonderlich attraktiv für Schottland, unabhängig zu werden. Zudem ist keine Lösung für die Frage in Sicht, welche Währung die Schotten nutzen würden – ob sie das Pfund behalten oder den Euro einführen müssten. Dies war auch bei der Volksabstimmung 2014 einer der strittigen Punkte.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die Schotten haben sich mit der Burka-Erlaubnis für Polizisten wohl endgültig das Hirn weggesoffen. Als nächstes kommen dann SWAT-Kommandos in Lack-und-Leder-Outfit, um auch allen sexuellen Freiheiten den Tribut zu zollen. Ich bin dafür, dass Deutschland Nessi aus dem See Loch Ness Asyl anbietet.

  • Hier werden mal wieder ungelegt Eier von den Brexit Gegnern in die Runde geworfen. Schottland wird nur mit England aber nicht ohne England seinen Wohlstand halten können. Ein Referendum, dass die Loslösung von England beinhaltet, wird es nie geben. Dazu ist England viel zu wichtig für Schottland. Irland wird übrigends auch mit dem Brexit weiterhin mit Großbritanien Handel und Austausch betreiben. Auf bilaterialer Ebene so zu sagen...ohne hin ist die EU am Ende...die EU der verschiedenen Geschwindigkeiten sagt nichts anderes aus, dass jedes Land in der EU (Europa) wieder seinen eigenen Weg geht und damit bilaterial anstatt multilaterial.

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