Britische Premierministerin May
Eine Agenda für New Britannia

PremiumAuf Theresa May wartet eine Menge Arbeit. Der EU-Austritt ist nicht einmal die schwerste Aufgabe. Um ihr großes Ziel zu erreichen, muss die neue Premierministerin zu einer Art Anti-Thatcher werden. Eine Analyse.

Als Theresa May Ende der 1990er-Jahre als Abgeordnete ins britische Unterhaus kam, soll ihr ein altgedientes Parteimitglied diesen Rat mit auf den Weg gegeben haben: „Kümmere dich nicht um die kleinen Dinge!“ Es war ein Tipp, den sie in den vergangenen Jahren konsequent ignoriert hat: May hat sich einen Ruf erarbeitet, Dinge am liebsten bis ins Detail zu kontrollieren, ungern zu delegieren und wichtige Fragen mit einer kleinen Gruppe Vertrauter zu besprechen und zu entscheiden.

Seit Mittwochabend ist May Großbritanniens neue Premierministerin, die zweite Frau in diesem Amt in der Geschichte des Landes – nach Margaret Thatcher. Es ist an...

 
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