International
Britische Regierung lehnt Stärkung der Bank of England ab

In Großbritannien streiten Politiker und Experten noch über den richtigen Weg aus der Krise und die Reform des Finanzsystems. Jetzt hat sich Peter Mandelson gegen eine Stärkung der Notenbank (BoE) ausgesprochen.

HB LONDON. Die BoE werde möglicherweise künftig eine größere Rolle bei der Finanzmarktstabilität spielen, die Finanzaufsicht FSA bleibe aber alleiniges Kontrollgremium, hieß es am Montag in einem vorab veröffentlichten Redetext Mandelsons.

Zentralbank und Regierung liegen derzeit über Kreuz. BoE-Gouverneur Mervyn King hatte vergangene Woche geklagt, die Notenbank sei bisher nicht in die Reformvorhaben der Regierung eingeweiht worden und könne folglich nicht dafür verantwortlich gemacht werden, falls das britische Finanzsystem kollabiere. Die Äußerungen schlugen hohe Wellen.

Innerhalb der EU wird derzeit ebenfalls über eine Neustrukturierung der Finanzaufsicht beraten. Auf ihrem Gipfel vor anderthalb Wochen hatten sich die Staats- und Regierungschefs der Gemeinschaft auf neue Kontrollgremien geeinigt, die den nationalen Aufsichtsbehörden Vorgaben machen können. Mandelson erteilte diesen Plänen eine Abfuhr.

Der Minister bekräftigte die britische Sicht, wonach das letzte Wort - trotz gemeinsamer Regularien - in Großbritannien gesprochen werden müsse. "Brüssel muss erkennen, dass die EU-Regeln Großbritannien weitaus stärker betreffen als jedes andere europäische Land. Für uns steht mehr auf dem Spiel als für ganz Europa zusammen."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%