Brüssel
EU-Beamte streiken für mehr Lohn

Im Streit um höhere Gehälter haben am Montag rund 400 Beamte im EU-Ministerrat vorübergehend die Arbeit niedergelegt. Sie wollen trotz der Wirtschaftskrise mehr Geld.
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HB BRÜSSEL. Sie stellten sich damit hinter die Forderung der EU-Kommission, die Bezüge im kommenden Jahr um 3,7 Prozent anzuheben. „Wir finden, das ist kein Skandal“, sagte der Vorsitzende des Betriebsrates des EU-Ministerrates, Massimo Mauro. „Es ist ein unpassender Moment, aber die Vereinbarung ist so.“

Die Bezahlung der EU-Beamten ist an der Entwicklung der Beamtengehälter in acht Mitgliedstaaten ausgerichtet. Maßgeblich für die laufende Runde ist das Jahr 2008, als es in einigen Ländern hohe Inflationsraten gab. Laut Mauro könnte das Gehalt in der nächsten Runde daher „nur sehr gering“ oder gar nicht steigen.

Mindestens 15 Mitgliedstaaten – darunter auch Deutschland und viele Länder in Mittel- und Osteuropa – lehnen laut Diplomaten die von der Kommission vorgeschlagene Gehaltserhöhung aufgrund der Wirtschaftskrise ab. Ohne die Zustimmung der EU-Mitgliedstaaten können die Gehälter nicht steigen.

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