Bürgerkieg droht
Viele Tote bei Unruhen im Sudan

In der sudanesischen hauptstadt Khartum sind nach Medieninformationen seit dem Tod von Vizepräsidenten John Garang am Samstag bei Unruhen mindestens 36 Menschen getötet und rund 300 verletzt worden. Nach Angaben aus Krankenhäusern gab es allerdings weitaus mehr Opfer.

HB KHARTUM. Aufgebrachte Südsudanesen hatten am Vortag Autos und Geschäfte in Brand gesetzt. Viele von ihnen sind überzeugt, dass der Absturz des Hubschraubers des langjährigen Rebellenchefs ein Anschlag war. Die Regierung hatte eine nächtliche Ausgangssperre in Khartum verhängt.

Das Staatsfernsehen verbreitete einen Aufruf der Ex- Rebellenbewegung SPLM an die Südsudanesen, Ruhe zu bewahren. „Garang wurde Opfer eines Unfalls, auch wenn es anders lautende Gerüchte über seinen Tod gibt“, hieß es in einer Erklärung. „Glaubt nicht denen, die behaupten, dass Garang von denen im Norden umgebracht wurde“, sagte ein Dinka-Stammesführer im Fernsehen.

Garang war knapp einen Monat nach seiner Amtseinführung als Vizepräsident am Samstag bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen. Unfallursache war nach offiziellen Angaben die geringe Sicht auf Grund schlechten Wetters. Alle 14 Menschen an Bord kamen ums Leben. Politische Beobachter fürchten nach dem Tod der Schlüsselfigur im Friedensprozess ein Wiederaufflackern der Gewalt im Süden Sudans.

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