Bürgerkrieg
CIA bereitet mögliche Drohnenangriffe in Syrien vor

Die CIA bereitet offenbar mögliche Drohnenangriffe auf syrische Islamisten vor. Laut eines Berichts fehlt noch die Genehmigung von Präsident Obama. Informationen sammele der Geheimdienst aber trotzdem schon.
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Los AngelesDer US-Geheimdienst CIA bereitet laut einem Zeitungsbericht mögliche Drohnenangriffe auf radikale Islamisten in Syrien vor. Noch habe US-Präsident Barack Obama kein grünes Licht für Drohnenangriffe in Syrien gegeben, berichtete die „Los Angeles Times“ am Freitag unter Berufung auf aktive und ehemalige US-Behördenvertreter. Auch werde derzeit nicht über ein solches Vorgehen nachgedacht. Dennoch wolle der Geheimdienst auf mögliche terroristische Bedrohungen vorbereitet sein. Das Terrorabwehrzentrum der CIA sammle mit Blick auf diese Möglichkeit verstärkt Informationen über syrische Islamisten.

Dem Bericht zufolge wurde eine CIA-Einheit gebildet aus Beamten, die mögliche Angriffsziele auskundschaften, und Agenten, die vormals Al-Kaida-Kämpfer im Irak verfolgten. Der US-Geheimdienst arbeite in der Angelegenheit außerdem eng mit den Geheimdiensten Saudi-Arabiens, Jordaniens und anderer Länder in der Region zusammen.

Mit den Vorbereitungen reagierten die USA auf den wachsenden Einfluss radikaler Islamisten bei den Aufständischen, die gegen die syrische Führung unter Staatschef Baschar al-Assad kämpfen, schrieb die „Los Angeles Times“. Hintergrund sei, dass einige Al-Kaida-Kämpfer aus dem Irak nach Einschätzungen der Behörde inzwischen auch in Syrien tätig sind. Mit den gesammelten Informationen könne außerdem der gemäßigten syrischen Opposition geholfen werden, die Oberhand über die Extremisten zu gewinnen. Die USA, Frankreich und Großbritannien erwägen auch die Bewaffnung als gemäßigt eingeschätzter syrischer Rebellen, um sie gegen die Dschihad-Brigaden zu stärken.

Der Einsatz von Drohnen ist international umstritten. Bei der Bekämpfung des Terrornetzwerks Al-Kaida setzen die USA inzwischen vorzugsweise die Geschosse aus den unbemannten Flugzeugen ein.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Ich lese viel in Blogs und glaube, die "öffentliche Meinung" ein wenig zu kennen. Ich habe in letzter Zeit relativ wenige Meinungen gelesen, die noch "Pro-USA" sind - und es werden immer weniger. In letzter Zeit habe ich fast keine Stimme mehr gefunden, die all jene "verteufelt", die sich gegen die USA "verschwören" (noch vor einem Jahr war das ganz anders). Und ich rede von Blogs unterschiedlichen Punblikums, sowohl BILD, Web.de als auch dort, wo weniger die "breite Masse", sondern eher der Denker zu finden ist. Die Menschen sind unterschiedlich, die Meinungen mittlerweile fast identisch: USA=Betrüger=Terroristen! (ich meine die Politik, nicht die Bürger!!!) Und wenn wir in D. nicht aufpassen, falls es nicht schon zu spät ist, geht die "Drachensaat" hier auch noch auf. Wir (Deutschen) rennen nämlich wie die Lemminge volle Kanne auf die Klippe zu, vorangetrieben vom Amerikaner. Eigentlich weiß niemand, warum wir uns treiben lassen, doch wir rennen einfach.

    USA - das ist mittlerweile das Ebenbild eines "großen Bruders", der besoffen im Dreck liegt. Und jeden, wirklich jeden, der ihm wieder aufhelfen will, zieht er auch noch in den Dreck! Es tut mir leid, das schreiben zu müssen und es ist traurig. Aber es ist wahr!

    Was ich nicht verstehe ist, daß

  • Es macht sich eine ganz neue Terroristenkultur im Westen auf!
    Obama der gelobte Mann aus dem Westen ??? Er bekommt ein ganz neues Gesicht.
    ??????????????
    ??????????????

  • Stimmt. Deshalb ist es wichtig, nicht nur gegen Al Kaida, Al Nusra und co., sondern auch gegen den Haupt-Terrorstaat USA vorzugehen (den Namen hat er durchaus verdient). Am besten ist es, wenn sich beide gegenseitig die Köpfe einschlagen und schwächen. Das wäre der gerechte Preis für die US-Dopelmoral. Erst Terroristen und Söldner gegen unliebsame Regierungen unterstützen, und sich dann wundern, dass die Jungs irgendwann dem eigenen Sponsor an den Kragen wollen. Alles wäre viel einfacher, wenn man Assad erlauben würde, endlich C-Waffen einzusetzen, kurz und schmerzlos: dann gäbe es keine Al Nursa- Terroristen und auch kein C-Waffenarsenal, um das man sich Sorgen machen muss. Das Leben vieler syrischer Soldaten (und Zivilisten) wäre gerettet. Stattdessen muss sich die Armee mit alten, unpräzisen Schrottwaffen wehren ( was natürlich schamlos als "Massaker am eigegen Volk" ausgenutzt wird.) Allein an dieser perversen "roten Linie"( ist es denn keine "rote Linie", Kopfabhackern der Rücken freizuhalten?) sieht man, dass es USA und co. um Vieles geht, außer um Deeskalation und WIRKLICHE Terrorbekämpfung. Aber was soll man von erwarten, Terrorstaat eben.

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