Bürgerkrieg in Syrien
Friedensgespräche zwischen Regierung und Opposition laufen

Hat das Blutvergießen in Syrien bald ein Ende? Nach drei Jahren Bürgerkrieg sitzen die Konfliktparteien in Genf endlich an einem Tisch. Vor dem Treffen sorgten die Abgesandten Assads jedoch erneut für einen Eklat.
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Genf/DamaskusIn Genf haben am Samstag die ersten direkten Friedensgespräche zwischen den syrischen Bürgerkriegsparteien begonnen. Das berichteten Reporter, die am Morgen vor dem Verhandlungssaal am Sitz der Vereinten Nationen warteten. Ziel der Verhandlungen ist es, den seit fast drei Jahren andauernden blutigen Konflikt in Syrien zu beenden. Außerdem soll eine Übergangsregierung unter Beteiligung der Opposition gebildet werden.

Das Treffen mit dem UN-Unterhändler Lakhdar Brahimi hätte ursprünglich bereits am Freitag stattfinden sollen. Auch gab es Berichte über einen möglichen Rückzieher der Assad-Regierung, die Vizeaußenminister Faisal al-Mekdad jedoch als „gefälscht“ abwies.
Trotzdem sorgte die Delegation der syrischen Regierung unmittelbar vor dem ersten Zusammentreffen mit der Opposition erneut für Aufregung. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana meldete in ihrem Kurznachrichten-Dienst am Samstagmorgen: „Die syrische Delegation hat die Prinzipien des Genf-1-Dokuments nicht akzeptiert.“

Die Genf-1-Vereinbarung vom Juni 2012 sieht unter anderem eine Waffenruhe und die Bildung einer Übergangsregierung vor. Die Opposition hatte am Freitag gefordert, die Regierung solle sich vor Beginn direkter Verhandlungen schriftlich zu dieser Vereinbarung bekennen.

In Syrien tobt seit dem Sommer 2011 ein Bürgerkrieg. Mehr als 130 000 Menschen wurden getötet und Millionen in die Flucht getrieben. Die Friedenskonferenz soll die Weichen für ein Ende des Blutvergießens stellen.

Westliche Diplomaten bezweifeln jedoch, dass sich beide Parteien bald auf eine politische Lösung einigen können. Die USA forderten Assad erneut zum Rücktritt auf. Assad könne „nicht Teil der Zukunft Syriens sein“, sagte US-Außenminister John Kerry vor dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos. Syriens Präsident habe sein Land in eine furchtbare Lage gebracht und schwere Verbrechen verübt.

Die Gespräche werden laut UN-Vermittler Lakhdar Brahimi auch am Sonntag weitergehen. „Niemand wird am Samstag abreisen und auch am Sonntag nicht“, stellte er fest. Die syrische Regierungsdelegation hatte am Freitag gedroht, am Samstag abzureisen, falls die Opposition bis dahin nicht zu direkten Gesprächen bereit sein sollte.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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