Bundesaußenminister
Westerwelle fordert Freihandelszone mit den USA

Im Kampf gegen die Staatsschuldenkrise in Europa und den USA fordert Außenminister Guido Westerwelle weniger Protektionismus auf beiden Seiten des Atlantik. Sein Vorschlag: eine gemeinsame Freihandelszone.
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OsnabrückBundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat EU und USA dazu aufgerufen, zur Bewältigung der Schuldenkrise eine Freihandelszone zu schaffen. In der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ forderte er, die EU solle mit den Vereinigten Staaten nicht nur außen- und sicherheitspolitisch, sondern auch wirtschaftlich enger zusammenarbeiten. „Ich dringe darauf, dass Europa und Nordamerika so schnell wie möglich Gespräche über eine transatlantische Freihandelszone aufnehmen“, erklärte der Außenminister.

Handel und Investitionen seien kein Nullsummenspiel, sagte Westerwelle. „Deutschland macht vor, wie vorteilhaft für beide Seiten der Ausbau von wirtschaftlichen Beziehungen etwa mit China ist. Hier können wir auch transatlantisch noch mehr tun“, sagte der Minister.

Leider habe sich mit der Krise weltweit der Hang zu Protektionismus verstärkt. Dies koste Wachstum und sei die falsche Antwort auf die Globalisierung. „Der Freihandel ist ein vielfach bewährter Wachstumsmotor“, erklärte der FDP-Politiker. Eine entsprechende Wirtschaftszone sei daher eine der richtigen Antworten auf die Staatsschuldenkrise in Europa und den USA.

In den USA geben die Unternehmen derzeit durchwachsene Quartalsergebnisse bekannt. Allerdings hatte das Wirtschaftswachstum zuletzt die Erwartungen übertroffen. Das US-Bruttoinlandsprodukt für das dritte Quartal war um 2,0 Prozent gestiegen, während Volkswirte lediglich mit einem Plus von 1,8 Prozent gerechnet hatten.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Bundesaußenminister: Westerwelle fordert Freihandelszone mit den USA"

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  • @ Michael
    Es liegt mir fern, Ihnen den Wert der Apple-Aktie oder der Produkte abzusprechen. Das überlasse ich ganz Ihrem Ermessen. Mein Problem besteht wie beschrieben darin, in beidem etwas Nützliches zu sehen, zumindest für den der sie kauft.

  • Sauber Guido, damit wir noch mehr bedrückte Zettel, auch Dollar genannt, für unsere Wirtschaftgüter bekommen.
    Kümmern Sie sich mal lieber um das deutsche Gold!

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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