Burkina Faso
29 Tote bei Al-Kaida-Anschlag

Terroristen der sunnitischen Al-Kaida ermorden in Burkina Faso Hotel- und Restaurantbesucher. Sicherheitskräfte können mehr als 150 Menschen in Sicherheit bringen. Unter den Toten sind auch viele Ausländer.

OuagadougouBei einem islamistischen Terroranschlag auf ein beliebtes Restaurant und ein Hotel in Burkina Faso sind 29 Menschen getötet worden. Knapp 70 weitere wurden bei dem Attentat in der Hauptstadt Ouagadougou verletzt, wie die Behörden am Sonntag mitteilten. Bei der Erstürmung des Restaurants und des Hotels durch Sicherheitskräfte am Samstag wurden 156 Geiseln befreit. Drei Angreifer wurden getötet. Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI) bekannte sich zu dem Anschlag.

Unter den Toten waren zahlreiche Ausländer, darunter mindestens zwei Schweizer, ein Niederländer, ein US-Amerikaner und sechs Kanadier, wie die Außenministerien der Herkunftsländer mitteilten. Französische Medien berichteten zudem von zwei toten Franzosen und einem Portugiesen, der in Frankreich lebte. Das italienische Außenamt erklärte, auch der neunjährige Sohn des italienischen Restaurantbesitzers wurde getötet. Ministerpräsident Matteo Renzi sprach von „einem jungen Leben, dass vom Hass ausgelöscht wurde“.

In einer Rede an die Nation am Samstagabend sagte Präsident Roch Marc Christian Kaboré, Burkina Faso sei erstmals Opfer „barbarischer“ Terroranschläge „von unerhörter Feigheit“ geworden. „Wir werden siegreich aus dem Krieg hervorgehen, den (die Terroristen) unserem Volk und den anderen Staaten der Welt aufzwingen“, sagte Kaboré. Der im November gewählte Präsident ordnete eine dreitätige Staatstrauer an.

Die vermummten Attentäter hatten ihren Angriff am Freitagabend begonnen. Nach bisherigen Erkenntnissen eröffneten sie zunächst das Feuer im Restaurant „Cappuccino“ und griffen dann das bei ausländischen Geschäftsleuten und Diplomaten beliebte Hotel „Splendid“ an, das mit 147 Zimmern zu den größten der Stadt gehört.

Die Angreifer verschanzten sich dort stundenlang, bis örtliche Sicherheitskräfte und französische Truppen das Gebäude am Samstagmorgen stürmten. Dabei wurden nach Angaben des Innenministeriums 126 Menschen aus der Gewalt der Angreifer befreit, weitere 30 wurden im „Cappuccino“ in Sicherheit gebracht.

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„Krebsgeschwür des Terrorismus“

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