Bus-Anschlag in Syrien
Zahl der Toten steigt auf 112

Nach dem gestrigen Anschlag in Syrien steigt die Zahl der Toten auf 112. Die Opfer sollten aus den belagerten Städten evakuiert werden. Bei den Oster-Feierlichkeiten verurteilte Papst Franziskus den Anschlag.
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Damaskus/Vatikan-StadtDie Zahl der Toten bei dem Bombenanschlag auf Busse mit umgesiedelten Syrern im Norden des Bürgerkriegslandes ist Aktivisten zufolge auf mindestens 112 gestiegen. Es gebe zudem eine große Zahl von Verletzten, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntag.

Eine Autobombe war am Samstag westlich der Stadt Aleppo explodiert, wo die Busse auf ihre Weiterfahrt warteten. An Bord der Fahrzeuge waren Tausende Einwohner aus den von Rebellen belagerten Orten Fua und Kafraja. Sie werden im Zuges eines Abkommens in Gebiete unter Kontrolle der Regierung gebracht. Zugleich haben Tausende Einwohner zwei Orte verlassen, die von Regierungskräften eingeschlossen sind.

Papst Franziskus hat den Anschlag auf einen Evakuierungskonvoi in Syrien mit mehr als 100 Toten verurteilt. Das Attentat vom Samstag sei der jüngste schändliche Angriff auf Flüchtlinge, sagte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche am Sonntag in seiner Osterbotschaft vor Zehntausenden Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom. Die Syrer seien die Opfer eines Krieges, der nicht aufhöre, Schrecken und Tod zu säen.

Ein Selbstmordattentäter hatte regierungsnahen Medien zufolge eine Autobombe neben dem Konvoi gezündet, der im Zuge eines Abkommens zwischen Regierung und Rebellen Schiiten aus zwei Dörfern im Rebellengebiet in das von Regierungstruppen kontrollierte Aleppo bringen sollte. Die Zahl der Todesopfer sei auf mindestens 112 gestiegen, teilte die Syrische Beobachterstelle für Menschenrechte mit. Es sei mit noch mehr Toten zu rechnen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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