International
Bush-Berater soll Klimaberichte gefälscht haben

Ein Berater von US-Präsident George W. Bush soll nach Informationen der „New York Times“ wiederholt Klimaberichte der Regierung manipuliert haben. Als Folge sei der Zusammenhang zwischen dem Ausstoß von Treibhausgasen und der globalen Erwärmung heruntergespielt worden, schreibt das Blatt am Mittwoch unter Berufung auf entsprechende Dokumente.

HB WASHINGTON. Die Dutzenden von handschriftlichen Änderungen hätten eine Aura des Zweifels über wissenschaftliche Erkenntnisse legen sollen, die von den meisten Klimaexperten als gesichert eingeschätzt würden.

Zuvor hatte der britische Premierminister Tony Blair bei seinem Gespräch mit US-Präsident George W. Bush am Dienstag in Washington das strittige Thema Klimawandel angesprochen. Nach dem Treffen sprach Blair von unterschiedlichen Betrachtungsweisen des Problems. Bush verwies darauf, dass die USA bei den Ausgaben zur Forschung über den Klimawandel führend seien.

Bushs Sprecher Scott McClellan hatte unmittelbar vor dem Gespräch der beiden Politiker bekräftigt, dass die US-Regierung das Kyoto- Protokoll zum Klimaschutz nicht ratifizieren werde, weil sonst Millionen von Arbeitsplätzen verloren gingen.

Nach dem Bericht der „New York Times“ soll der zum Stabschef im Umweltrat des Weißen Hauses aufgestiegene Philip Cooney sowohl Entwürfe als auch von Regierungsmitarbeitern bereits genehmigte Berichte manipuliert haben. Cooney sei vor seinem Wechsel in das Weiße Haus ein Lobbyist für das „American Petroleum Institute“, der größten Interessengruppen der US-Ölindustrie, gewesen.

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