Bush-Regierung
Goldman-Chef löst US-Finanzminister John Snow ab

Der amerikanische Finanzminister John Snow tritt zurück. Sein Nachfolger wird der bisherige Chef der Investmentbank Goldman Sachs.

HB WASHONGTON. US-Präsident George W. Bush soll noch heute Henry Paulson, bisher Chef der US-Bank Goldman Sachs, zum neuen Finanzminister ernennen. Noch vor wenigen Tagen hatte Bush Spekulationen über einen Rücktritt Snows dementiert und gesagt, sein Finanzminister mache einen guten Job.

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In den amerikanischen Medien kursierten seit Wochen Gerüchte, Snow wolle vor oder nach dem G8-Gipfel in Russland im Juli zurücktreten. Der Minister selbst wich entsprechenden Fragen stets aus. Als Grund für den Wechsel heißt es in Presseberichten, das Weiße Haus wolle das Finanzministerium mit jemandem besetzen, der die ökonomischen Erfolge der USA auch nach außen hin besser verkaufe.

Mit Paulson hat sich Bush für einen Fachmann aus der Wirtschaft entschieden, der an der Wall Street großes Ansehen genießt. Paulson dürfte ihm dabei helfen, seine Steuersenkungspolitik weiter durchzusetzen und die Konjunktur anzukurbeln. Der Dollar legte schon nach den ersten Berichten über eine bevorstehende Nominierung Paulsons leicht zu.

Paulson muss nun noch vom Senat bestätigt werden. Erste Reaktionen auf seine Nominierung fielen am Dienstag positiv aus. Der demokratische Senator Chuck Schumer, Mitglied im Finanz- und Bankenausschuss des Senats, erklärte, Paulson sei die beste Wahl, die den USA passieren konnte.

Fraglich bleibt indes, wie viel Freiheiten Paulson als neuer Finanzminister haben wird. Unter Bush gilt das Ministerium als Ressort, das vorgegebene Anweisungen eher umsetzt als selbst Themen zu setzen.

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