Bush verurteilt Anschläge von Riad und Basra
Teheran warnt die USA

US-Präsident George W. Bush hat die Selbstmordanschläge von Basra und den Autobombenanschlag von Riad scharf verurteilt. Gleichzeitig hat Teheran die USA davor gewarnt, die Schiiten-Heiligtümer Nadschaf und Kerbela anzugreifen.

HB BAGDAD/WASHINGTON. Die Serie blutiger Terroranschläge im Irak hat am Mittwoch den bislang relativ ruhigen Süden des Landes erreicht. Bei der Explosion mehrerer Bomben im morgendlichen Berufsverkehr starben in der Stadt Basra und im Vorort Zubair mindestens 68 Menschen. Fast 100 weitere wurden verletzt. Unter den Toten waren auch 20 Kinder, die auf dem Weg zur Schule waren, als die Sprengsätze vor Polizeistationen explodierten.

US-Präsident George W. Bush verurteilte die Selbstmordanschläge von Basra und in der saudiarabischen Hauptstadt Riad, wo am selben Tag neun Menschen durch die Explosion einer Autobombe getötet wurden. Zugleich kündigte Bush eine entschlossene Fortsetzung des Kampfes gegen den Terrorismus an. Er lehnte jede Art von Verhandlungen mit Terroristen ab.

Der Bürgermeister von Basra, Wael Abdul-Hafis, machte das Terrornetzwerk El Kaida für die Anschläge in seiner Stadt verantwortlich. Ein als Polizist verkleideter Verdächtiger sei festgenommen worden und werde verhört, sagte der Bürgermeister nach britischen Fernsehberichten. Basra wird von britischen Truppen kontrolliert.

Unterdessen warnte der iranische Präsident Mohammed Chatami die USA vor einem Angriff auf die den Schiiten heiligen Städten Nadschaf und Kerbela. „Solch ein Angriff käme einem Selbstmord der US-geführten Koalition gleich und würde einen Zornesausbruch der schiitischen Welt gegen die Koalition auslösen“, sagte Chatami nach Angaben des staatlichen iranischen Fernsehens.

Milizionäre der vom radikalen Schiiten-Prediger Muktada el Sadr gegründeten „Mahdi-Armee“ hatten in den vergangenen Tagen weite Teile von Nadschaf kontrolliert. Auch Kerbela gilt als Hochburg radikaler Schiiten. Rund um die beiden Städte hat die US-Armee ihre Positionen verstärkt.

Spaniens Außenminister Miguel Angel Moratinos bestritt nach einem Gespräch mit seinem amerikanischem Kollegen Colin Powell, dass es Spannungen mit der US-Regierung wegen des angekündigten Truppenrückzugs aus dem Irak gebe. Die Entscheidung für den Rückzug der rund 1 300 spanischen Soldaten sei bereits Vergangenheit, sagte Moratinos in Washington. Präsident Bush hatte am Montag Spaniens rasche Ankündigung des Truppenabzugs bedauert.

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