Carol Browner
Umweltschützerin verlässt das Weiße Haus

Obamas oberste Umweltschützerin Browner gibt auf. Mit dem republikanischen Sieg bei den Kongresswahlen war auch ihr Klimaschutzgesetz ad acta gelegt. Nun droht ein Schlüsselthema des Obama-Wahlkampfes von der Tagesordnung zu verschwinden.
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WashingtonMit dem republikanischen Sieg bei den Kongresswahlen im November sank auch ihr politischer Stern: Carol Browner, oberste Umweltschützerin im Weißen Haus, wusste spätestens ab diesem Zeitpunkt, dass sie auf absehbare Zeit nichts mehr erreichen konnte. Denn gegen eine republikanische Blockade im Repräsentantenhaus wird sich das ursprünglich geplante Klimaschutzgesetz nicht mehr durchsetzen lassen. Jetzt zog die 55-Jährige die Konsequenzen. Mit ihrem Abgang aus dem Weißen Haus wird eines der Schlüsselthemen der Obama-Präsidentschaft von der Tagesordnung verschwinden.

Und nicht nur das: Browner lässt auch eine Umweltbehörde EPA zurück, deren politische Bedeutung ungewiss ist. Seit langem bemüht sich die EPA, Obergrenzen bei der Emission von Treibhausgasen einzuführen. Doch nun muss die Behörde, der Browner schon unter Bill Clinton acht Jahre vorstand, mit Angriffen der Republikaner und juristischen Klagen rechnen.

Mit Browner verlässt nicht nur eine weitere wichtige Mitstreiterin das Team von Barack Obama. Gleichzeitig verliert der grüne Flügel der Demokraten seine Symbolfigur. Andere dagegen sind weniger traurig. Der republikanische Senator Jim Inhofe sagte: „Ich bin froh, dass sie geht. Sie war ungemein effektiv, wenn sie ihre Ziele vorantreiben wollte.“

Markus Ziener ist Korrespondent in Washington.
Markus Ziener
Handelsblatt / Korrespondent

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