CDU-Parteispenden-Affäre
Waffenhänder Schreiber kann ausgeliefert werden

Der in Kanada lebende und in Deutschland wegen Bestechung und Steuerhinterziehung gesuchte Waffenhändler Karlheinz Schreiber kann ausgeliefert werden. Damit gerät auch die Parteispendenaffäre, die die CDU in eine der schwersten Krisen ihrer Geschichte stürzte, wieder in den Fokus.

HB TORONTO. Der Supreme Court in Toronto lehnte es ohne Angaben von Gründen ab, eine Beschwerde Schreibers gegen eine Auslieferungsverfügung zu prüfen. Der Waffenhändler kämpft seit neun Jahren gegen seine Auslieferung nach Deutschland. Die Augsburger Staatsanwaltschaft wirft Schreiber Bestechung und Steuerhinterziehung vor. Er soll von Thyssen für mehrere Rüstungsprojekte rund 15 Millionen Euro kassiert haben.

Seit Mitte der 80er Jahre bis 1995 soll Schreiber mit Hilfe ausländischer Tarnfirmen Geld über Schweizer Nummernkonten an Industrielle und Politiker verteilt haben. Bei ihren Ermittlungen deckte die Augsburger Staatsanwaltschaft auch eine Millionenspende auf, die Schreiber in einem Koffer dem früheren CDU-Schatzmeister Walther Leisler Kiep überreichte. Die Parteispendenaffäre stürzte die Union damals in eine schwere Krise.

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