China will Schadstoffemission reduzieren
Australien und China schließen Uran-Liefervertrag ab

Australien und China haben am Montag einen Grundsatz-Vertrag zur Uran-Lieferung unterzeichnet, der den Betrieb chinesischer Kernkraftwerke langfristig sichern soll.

HB SYDNEY. Das Abkommen wurde in der australischen Hauptstadt Canberra von den Außenministern Alexander Downer und Li Zhaoxing unterzeichnet. Der Zeremonie wohnten Premierminister John Howard und Ministerpräsident Wen Jiabao bei. Die Vereinbarung ist nach australischen Angaben aber nur ein erster Schritt. Zu nennenswerten Lieferungen werde es wohl erst nach 2010 kommen.

Wen sagte im Rahmen seines Australienbesuchs zu, dass Peking das australische Uran nicht zur Herstellung von Atomwaffen verwenden werde. Auch Howard hatte im Vorfeld des Abschlusses des Liefervertrages erklärt, dass dieses Uran nur zu friedlichen Zwecken verwendet werde. Downer betonte, dank des australischen Urans könne China seine Schadstoffemission reduzieren.

Wen erklärte die bilateralen Beziehungen seien nie so gut wie heute gewesen. Wen hatte seinen viertägigen Australienbesuch am Samstag in Perth begonnen.

Es wird erwartet, das China in den kommenden 20 Jahren bis zu 50 neue Atomkraftwerke baut. Für deren Betrieb benötigt das Land Uran. In Australien befinden sich etwa 40 Prozent der weltweit bekannten Uran-Vorkommen. Bereits jetzt exportiert Australien Uran in 26 Länder. Das Land liefert das Material aber nur an solche Länder, die dem Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet haben. Zudem werde bilaterale Sicherheits-Vereinbarungen verlangt.

China müsse nun zunächst mit den Uran-Produzenten in Australien einen Liefervertrag aushandeln, sagte Rohstoff-Minister Ian Macfarlane. Dann müssten voraussichtlich neue Uran-Minen erschlossen werden. Dafür wiederum wären neue Lizenzen der Regierung notwendig.

Die USA als enger Verbündeter Australiens hatten die Bereitschaft des Landes zu den Uran-Lieferungen an China mit Skepsis gesehen. Die USA sehen offene Fragen bei den wirtschaftlichen und militärischen Ambitionen Chinas. Australien hat bereits mit 19 anderen Ländern bilaterale Nuklear-Vereinbarungen geschlossen, darunter mit den USA, Japan und Südkorea.

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