International
Chinesen setzen Eroberungszug in Lateinamerika fort

China will die Staaten Lateinamerikas politisch und wirtschaftlich enger an sich binden. Auf dem Apec-Gipfel in Peru will Staatspräsident Hu Jintao jetzt für eine engere Zusammenarbeit werben. Dabei haben die Chinesen vor allem den Rohstoffsektor im Auge.

MEXIKO STADT. In einem "Weißbuch Lateinamerika" hat die Führung in Peking jetzt kurz vor dem Gipfel des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums (Apec) in Peru die groben Leitlinien der Initiative vorgelegt. Darin heißt es, Iberoamerika verfüge über "reichhaltige Rohstoffe, gute Voraussetzungen für wirtschaftliches Wachstum sowie ein hohes Entwicklungspotenzial".

Der Apec-Gipfel bietet Peking die geeignete Gelegenheit, die Initiative in die Tat umzusetzen. Chile, Mexiko und Peru gehören dem Forum an. Chinas Präsident Hu Jintao besucht außerdem noch Kuba und Costa Rica.

Im Zentrum der chinesischen Offensive steht, den Handelsaustausch mit den Staaten Süd- und Zentralamerikas zu erhöhen, die Zusammenarbeit vor allem im Energie- und Bergbausektor zu vertiefen und Freihandelsabkommen abzuschließen. Chile ist bisher das einzige Land in der Region, mit dem China einen Freihandelsvertrag unterzeichnet hat.

"Mit dem Weißbuch wollen wir unsere Ziele in Lateinamerika und der Karibik verdeutlichen", sagte Außenminister Yang Jiechi. Eine ähnliche Initiative hatte Peking 2006 in Afrika gestartet. Bereits in den vergangenen Jahren hat sich China zu einem der wichtigsten Wirtschaftspartner für Staaten in Südamerika entwickelt und den traditionell starken Amerikanern Terrain streitig gemacht.

Seite 1:

Chinesen setzen Eroberungszug in Lateinamerika fort

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%