Chávez bestreitet „nahen Tod“
Rätselraten um Castros Gesundheit

Venezuelas Staatspräsident Hugo Chávez hat Berichte dementiert, wonach der kranke kubanische Präsident Fidel Castro dem Tode nahe sein soll. Der US-Geheimdienst geht allerdings davon aus, dass der 80-Jährige schon bald sterben werden.

HB CARACAS. „Fidel hat keinen Krebs (...) Er ist guten Mutes. Wir sind zuversichtlich, dass aus den 80 (Lebens-) Jahren noch 90 oder 100 werden“, sagte der Linksnationalist und USA-Gegner in Caracas. Er habe gerade erst am Donnerstag mit seinem Freund Castro zwei Mal telefoniert, sagte Chávez. Der kubanische „Revolutionsführer“ habe dabei auch Handelsfragen und die regionale Integration erörtern wollen. Chávez versicherte, er sei einer der wenigen, die ständig über den Gesundheitszustand Castros informiert würden.

Nach Einschätzung der US-Geheimdienste ist Castro allerdings dem Tode nahe. Er werde schon bald seiner Krankheit erliegen, sagte der US-Geheimdienstdirektor John Negroponte in einem Interview mit der „Washington Post“ vom Freitag. „Alles, was wir beobachten, lässt uns darauf schließen, dass er nicht mehr lange sein wird (...) weder Monate noch Jahre.“ Negroponte ist in der Regierung von Präsident George W. Bush für die Aufsicht über die Geheimdienste zuständig.

Castro (80) hatte die Regierungsgeschäfte im Juli an seinen jüngeren Bruder Raúl übergeben, bevor er wegen einer nicht näher benannten Magenkrankheit operiert wurde. Seither hat sich Fidel Castro nur wenige Male in der Öffentlichkeit gezeigt. Über seinen Gesundheitszustand ist offiziell nichts näheres bekannt. Castro ist auf dem Inselstaat seit 47 Jahren an der Macht.

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