„David's Sling“
Israel vervollständigt Raketenabwehrsystem

Das Raketenabwehrsystem Israels ist vollständig: Der Staat hat nun das System „David's Sling“ stationiert. Es soll für mehr Sicherheit sorgen, bietet laut Luftwaffe allerdings keinen vollständigen Schutz vor Raketen.
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Tel AvivIsrael hat mit der Stationierung des neuen Systems „David's Sling“ (Schleuder Davids) seine mehrstufige Raketenabwehr vervollständigt. Das gemeinsam mit den USA entwickelte Abwehrsystem solle Schutz vor Raketen mittlerer Reichweite bieten, sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Sonntag. „Es ist sehr wichtig für Israels Sicherheit.“

Netanjahu sprach bei der Einweihung in einer Luftwaffenbasis von einem Meilenstein der Verteidigungszusammenarbeit Israels mit den USA. „Wer immer uns angreifen will, wird geschlagen werden, und jene, die unsere Existenz bedrohen, riskieren ihr eigenes Leben“, sagte der Regierungschef ferner.

„David's Sling“, bekannt auch als „Magic Wand“ (Zauberstab), kann Geschosse mit einer Reichweite von 70 bis 300 Kilometern abfangen, die etwa Teil des Waffenarsenals der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon und der syrischen Armee sind. Gegen Raketen mit kürzerer Reichweite, wie sie beispielsweise von militanten Palästinensern aus dem Gazastreifen abgefeuert werden, setzt Israel das System „Iron Dome“ (Eisenkuppel) ein. Im Falle eines Angriffs mit Langstreckenraketen – etwa aus dem Iran – wäre das Abwehrsystem „Arrow“ (Pfeil) zuständig.

Auch nach der Stationierung von „David's Sling“ hat Israel jedoch nach Angaben der Luftwaffe keinen vollständigen Schutz gegen Raketen. „Es ist nie genug“, sagte Tzvika Chaimowitch, Leiter der militärischen Luftabwehr, laut der „Times of Israel“. Die Abwehr sei „nicht hermetisch“. Mit dem mehrstufigen Abwehrsystem sei Israel aber seinen Feinden „einen Schritt voraus“.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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