Deutsch-türkische Beziehung
Erdogan, ein ungebetener Gast

PremiumDarf ein ausländischer Staatschef die Gastfreundschaft eines Bündnispartners missbrauchen? Erdogans haltloser Nazi-Vergleich verlangt eine klare politische Reaktion von der Bundesregierung. Ein Kommentar.

Lange wird die Bundesregierung den Provokationen aus Ankara nicht mehr ausweichen können. Spätestens wenn der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan nach Deutschland kommen will, um bei seinen hier lebenden Landsleuten für die von ihm vorgeschlagene Verfassungsänderung zu werben, muss Berlin Farbe bekennen.

Darf ein ausländischer Staatschef die Gastfreundschaft eines Bündnispartners missbrauchen, indem er hier für eine autokratische Regierungsform wirbt und dem Gastland zuvor auch noch Nazi-Methoden vorwirft? Darauf gibt es gleich zwei Antworten: eine politische und eine rechtsstaatliche.

Der haltlose Nazi-Vergleich verlangt eine klare politische Reaktion – und zwar nicht nur vom Vorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion Kauder. Bei einer derart eklatanten...

 
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