Die neue US-Regierung
Obama holt Irakkriegs-Gegner ins Kabinett

Der designierte US-Präsident Barack Obama will einen der heftigsten Gegner der US-Strategie im Irakkrieg für sein künftiges Kabinett nominieren. Obama kündigte in einem am Sonntag vorab veröffentlichten Interview des US-Fernsehsenders NBC an, den früheren Generalstabschef Eric Shinseki zum Minister für Veteranenangelegenheiten zu machen.

HB WASHINGTON. Kriegsveteranen müssten sich insbesondere in diesen wirtschaftlichen Krisenzeiten bei ihrer Heimkehr mit vielfältigen Problemen herumschlagen. Dies breche ihm das Herz, sagte Obama. Der pensionierte Vier-Sterne-General sei "genau die Person, die dafür sorgen kann, dass wir die Soldaten nach ihrer Heimkehr ehrenhaft behandeln", sagte er.

Shinseki, der wie Obama in Hawaii geboren wurde, wäre der erste Amerikaner asiatischer Abstammung in dem neuen Kabinett. Shinseki hat japanische Vorfahren. Nachdem seine Kritik an der geringen Truppenstärke bei der Invasion des Iraks im Pentagon abgeschmettert woren war, ging er kurz nach der Eroberung Bagdads im Juni 2003 in Pension.

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