„Die Uhr tickt“
IWF-Chefin fordert rasches Ende des US-Schuldenstreits

Die USA steuern ungebremst auf die Pleite zu, da helfen auch die energischen Drohungen Obamas in Richtung Opposition nichts. Nun schlägt die IWF-Chefin Alarm - mit ungewöhnlich deutlichen Worten.
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New YorkIWF-Chefin Christine Lagarde hat ein rasches Ende des Schuldenstreits in den USA angemahnt und vor den Folgen eines Scheiterns für die Weltwirtschaft gewarnt. „Die Uhr tickt, und der Streit muss umgehend beigelegt werden“, sagte die Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF) am Dienstag laut vorab verbreitetem Redetext. Notwendig seien verlässliche Einsparungen im Haushalt, wobei eine übereilte Lösung vermieden werden sollte.

Ohne eine Einigung zwischen Republikanern und der Demokratischen Partei von Präsident Barack Obama über eine neue Schuldenobergrenze droht den USA vom kommenden Dienstag an die Zahlungsunfähigkeit. Obama hatte deshalb am Montag ebenfalls vor einem Scheitern der Gespräche gewarnt.

Obama sprach von einer „gefährlichen Sackgasse“. Die drohende Pleite des Landes sei auf die Haltung der Republikaner zurückzuführen, sagte der Präsident am Montagabend (Ortszeit) in einer Rede an die Nation. Dennoch zeigte er sich optimistisch, dass ein Kompromiss vor Fristablauf kommende Woche noch möglich sei.

Eine Pleite wäre nach Ansicht Obamas „unverantwortlich“ und könne eine „tiefe Wirtschaftskrise“ zur Folge haben, für die allein Washington die Verantwortung trage. Zugleich betonte Obama, dass steigende Schulden langfristig die Wirtschaft gefährdeten. „Wenn wir dem jetzigen Weg folgen, können unsere wachsenden Schulden Arbeitsplätze kosten und unserer Wirtschaft schwer schaden.“

Der Präsident wies einen Plan der Republikaner für eine zeitlich begrenzte Anhebung der Schuldengrenze zurück. „Dies ist keine Art, das größte Land der Erde zu führen. Dies ist ein gefährliches Spiel, das wir noch nie gespielt haben.“ Die Demokraten beharren darauf, dass die Anhebung der Schuldengrenze bis nach der Präsidentschaftswahl im November 2012 gelten müsse.

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  • Lagarde fordert: man kommt aus dem Wiehern nicht mehr heraus.
    Bitte Leute: weniger Witze, sonst wird meine Schlankheitskur (lean management) noch zur Farce.

  • Gut möglich, dass Sie recht haben. Aber sparen wäre Wasser auf die republikanischen Mühlen, was Obama absolut vermeiden will, und das Tafelsilber zu verscheuern geht nicht auf die Schnelle. Warten wirs also ab.

    Übrigens, die Angelsachsen (New York und London) reden seit einem Jahr den Euro mit grossem Getöse schwach, da kann man ruhig auch einmal den Dollar schwach reden. Auf mittlere Sicht wird er ohnedies schwächer werden.

    Die Kursentwicklung USD/EUR ist jedenfalls sehr aufschlussreich.

  • "Ohne eine Einigung zwischen Republikanern und der Demokratischen Partei von Präsident Barack Obama über eine neue Schuldenobergrenze droht den USA vom kommenden Dienstag an die Zahlungsunfähigkeit."
    Das ist so nicht wahr! Das ist schlicht und einfach sogar eine glatte Lüge. Die USA müssen nicht zwangsläufig die Schuldenobergrenze erhöhen um eine Zahlungsunfähigkit zu vermeiden; nur Einfaltspinsel behaupten soetwas. Die USA haben die Möglichkeit über Einsparungen über den Verkauf von Staatsbesitz die Möglichkeit die Zahlungsfähigkeit ohne Anhebung der Schuldenobergrenze abzuwenden. Es ist sogar möglich, mit diesen beiden Maßnahmen die Schulden der USA komplett abzutragen. Eine Zukunft ohne Schulden; Nein zur Anhebung der Schuldenobergrenze!

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