Diskussion in Frankreich um Gesundheit Chiracs geht weiter
Wie krank ist Jacques Chirac wirklich?

In Frankreich geht die Diskussion um den Gesundheitszustand von Präsident Jacques Chirac einen Tag nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus weiter.

HB PARIS. „Es bleiben noch viele Fragen offen“, schrieb „Le Parisien“ (Samstag), die „mehr Transparenz“ bei der Informationspolitik über die Gesundheit des Präsidenten forderte. „Was hat der Präsident wirklich gehabt? Gibt es ein Rückfall-Risiko?“, fragte die Zeitung. Die konservative „Le Figaro“ regte eine Debatte über eine Änderung der Verfassung an, um die Bestimmungen für den Fall einer vorübergehenden Amtsunfähigkeit des Präsidenten „befriedigend zu regeln“.

Der 72-jährige Chirac war am Freitag nach einwöchigem Klinikaufenthalt wegen einer Sehstörung und eines kleinen Blutergusses im Gehirn, offensichtlich einem leichten Schlaganfall, aus dem Krankenhaus entlassen worden. Da die Ärzte einen Verzicht auf Flugreisen empfohlen haben, wird Premierminister Dominique de Villepin den Präsidenten in der kommenden Woche beim UN-Reformgipfel in New York vertreten.

Der Präsident empfinde noch eine leichte Störung im Auge, die jedoch bald abklingen sollte, hieß es aus seiner Umgebung. In sechs Wochen werde er mit einer Kernspintomographie nochmals gründlich untersucht. Chirac hatte beim Verlassen des Krankenhauses vor Journalisten versichert, er werde „vernünftig“ sein und sich schonen.

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